20.10.2011 11:25 Uhr - Europameisterschaft - chs

Ungarn mit klarem Sieg über Aserbaidschan

Anita GörbiczAnita Görbicz
Quelle: sportseye.de
Einen besseren Einstand hätte sich Karl Erik Bøhn nicht wünschen können. Der Norweger konnte in seinem ersten Pflichtspiel als Nationaltrainer Ungarns einen klaren 41:19-Erfolg seiner Mannschaft über Aserbaidschan bejubeln. Spielmacherin Anita Görbicz (6/3) und Rechtsaußen Monika Kovacsicz (5) erzielten die meisten Tore bei den Magyarinnen, bei Aserbaidschan trafen gleich fünf Spielerinnen je dreimal.

„Wir haben etwas nervös begonnen, doch dann schnell zu unserem Spiel gefunden“, befand Karl Erik Bøhn nach der Partie. Bis zum 5:4 (7.) konnte der Außenseiter das Spiel noch offen gestalten, dann fand Ungarn neben der eigenen Durchschlagskraft in der Offensive auch die nötige Aggressivität im Defensivverbund. „Im Tor war es schön die Partie zu verfolgen“, erklärte Keeperin Orsolya Herr später, Ungarn zog auf 13:4 davon und hatte beim 20:7-Pausenstand bereits die Fronten geklärt. Auch im zweiten Durchgang sollte sich an der Dominanz der Ungarinnen nichts ändern, die eine Viertelstunde vor dem Ende erstmals mit 20 Toren (32:12) führten.

So schaute man bei den Ungarinnen in der Nachbetrachtung auch vornehmlich auf sich selbst. „In den schwierigen war Anita Görbicz eine richtige Führungsspielerin“, so Bøhn. Die Regisseurin gab die Komplimente zurück. „Karl-Erik Bøhn hat eine völlig andere Herangehensweise als wir es gewohnt sind, mit einer positiven Einstellung“, so Görbicz, die betonte, dass „das Team frei aufgespielt und die gestellte Aufgabe erfolgreich gelöst hat.“

„Es war eine Freude zu sehen, wie schnell und spielfreudig diese Mannschaft Handball spielen kann“, befand auch Bøhn und fügte hinzu: „Und wir werden noch besser werden.“ Der Norweger wollte seinen Anteil am Erfolg nicht zu groß wissen. „ Dieses Spiel ist nicht die Leistung meiner Arbeit, sondern die Mädels sind großartige Spielerinnen.“

Für die aserbaidschanische Trainerin Rafiga Sabanova war die Partie „eine der schlechtesten“ ihres Teams. „Das war schlechter Handball. Leider hatten wir in diesem Jahr nur sehr wenige Spiele und vor der Partie nur vier Tage Vorbereitungszeit. Die Ungarinnen haben gut gespielt, ihre Abwehr war sehr hart und damit sind wir nicht zurecht gekommen.“

Am Wochenende steht für Ungarn nun die Reise nach Weißrussland auf dem Programm. „Das wird bedeutend schwieriger werden“, ist sich Orsolya Herr sicher, die ebenfalls im Team Veränderungen spürt. „In den letzten Tagen war da eine ganz andere Atmosphäre“, so die Torhüterin.

Ungarn – Aserbaidschan 41:19 (20:7)

Ungarn: O. Herr, Kiss
Kovacsicz 5, Hornyak 3, Görbicz 6/3, Szamoransky 3, Tomori 2, Verten 3, Bodi 4, Bulath 4, Szucsanszki 4/1, Vincze 3, Szabo 2, Redei-Soos 2, Kovacs, Szekeres

Aserbaidschan: Salamakha, Nuriyeva
Abbasova, Lukyanenko 2, Tankaskaya 1, Zaporozhets 1, Deryabina 3/1, Khametova 3, Pogonina 3, Gorotsova, Gasimova 3, Gornak 3, Shulindina, Mammadova, Aliyeva

Strafminuten: 2/4
Siebenmeter: 4/4 ; 1/1