16.10.2011 14:29 Uhr - 3. Liga Nord - Benjamin Weise, Spreefüxxe

Spreefüxxe marschieren weiter: 36:21 gegen Bad Schwartau

Stefanie de Beer erzielte fünf TrefferStefanie de Beer erzielte fünf Treffer
Quelle: goenz.com
Die BVB Füchse Berlin haben ihr Heimspiel in der 3. Liga Nord der Frauen gegen den VfL Bad Schwartau mit 36:21. Damit bleiben die Hauptstädter auch im sechsten Spiel ohne Punktverlust an der Tabellenspitze. Ebenfalls noch verlustpunktfrei sind der Berliner TSC und die II. des VfL Oldenurg. Beeindruckend bei den Füchsinnen, die Tordifferenz beträgt nach sechs Spielen bereits +103.

Gegen Bad Schwartau sahen die 378 Zuschauer in der gut gefüllten Sporthalle Charlottenburg eine sehr hektische Anfangsphase mit vielen technischen Fehlern beider Teams. Besonders die robuste und gute Defensive der Gäste brachte die Spreefüxxe immer wieder zum Verzweifeln. Zudem konterte Schwartau sehr zielstrebig und effektiv, was anfangs nicht den Eindruck hinterließ, dass hier der Tabellenführer gegen den -neunten spielte.

"Wir wollen immer sehr konzentriert spielen und möglichst wenig Fehler machen, aber grade in der Anfangsphase ist uns das nicht gelungen und dadurch haben wir uns mit einigen technischen Fehlern das Leben selbst schwer gemacht", sagte Trainer Dietmar Rösicke nach dem Spiel. Doch Mitte der ersten Halbzeit trafen die Gäste nach schönem Konter in der fünfzehnten Minute nur die Latte und nahmen fünf Minuten später ihre Auszeit.

Die Berliner kamen deutlich besser aus der Verschnaufspause und waren vor allen in der Defensive besser organisiert. Dazu nutzen Trumpf, Seeger, de Beer und co. eiskalt eine Zwei-Minuten-Strafe der Gäste aus und gingen mit einer Serie von vier Treffern zum 17:10 in die Halbzeit. In der zweiten Hälfte stellten die Spreefüxxe dann nun endgültig ihre Stärke unter Beweis. Hinten standen die Berliner mit einer 6:0-Defensive gut gestaffelt und die wenigen Chanchen der Gäste hielt Juliane Nagel hervorragend.

In der Offensive brillierten die Hauptstädter ein ums andere mal und angeführt von einer erneut starken Bianca Trumpf gingen sie eine Viertelstunde vor Schluss mit 24:16 in Führung, die Vorentscheidung. Danach nahm Berlin mit der Führung im Rücken einen Gang raus und tat nicht mehr als das Nötigste um das Spiel zu verwalten. Gäste-Trainer Jörg Engelhardt nach dem Spiel: "Wir haben in den ersten zwanzig Minuten ganz respektabel dagegengehalten, haben aber letztendlich zu viele technische Fehler gemacht und die Durchschlagskraft vermissen lassen um hier in Berlin zu bestehen."

Ein besonderes Highlight an diesem Abend aus Sicht der Gastgeberinnen gab es zudem: Das Punktspieldebut für Sandra Woycieszack. Nach über einem Jahr Pause stand sie endlich wieder auf dem Feld und machte ein starkes Spiel, verteidigte umsichtig und erzielte fünf Treffer.