12.10.2011 11:32 Uhr - 1. Bundesliga - Cellesche Zeitung, Uwe Meier

Jolanda Robben: "Wir müssen eben da sein, wenn es wichtig ist"

SVG-Coach Martin KahleSVG-Coach Martin Kahle
Quelle: Hermann Jack - greetsiel.org


Jolanda RobbenJolanda Robben
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Die Saison in der Handball-Bundesliga Frauen läuft seit Anfang September. Doch für den SVG Celle hat sie noch nicht so recht Fahrt aufgenommen. Der Spielplan meint es nicht gut mit dem Aufsteiger, der erst drei Begegnungen absolviert hat und das nächste Heimspiel erst Ende Oktober bestreiten wird. Grund für den verzerrten Spielplan ist neben Länderspielpause und Europapokal auch der Rückzug des VfL Sindelfingen.

"Toll ist das nicht." Desiree Comans vom Handball-Bundesligisten SVG Celle gefällt die Situation, in der sie sich mit ihrem Team derzeit befindet, überhaupt nicht. Nur allzu gern würde sie in den Wettkampf einsteigen. Doch damit ist derzeit nichts. Seit gut drei Wochen ist das Team des Aufsteigers nahezu ausschließlich auf dem Trainingsfeld aktiv. Und dass die schnöde Trainingsarbeit nicht unbedingt immer Spaß macht, scheint verständlich.

"Es ist eine Verlängerung unserer Vorbereitung", sagt die 25-jährige Mittelspielerin. "Es ist nicht ganz leicht, die Konzentration hoch zu halten. Man muss eben positiv denken. Die Kondition muss ja irgendwie bleiben. Wir kriegen das schon hin."

Und genau an der Fitness hat die Mannschaft in den vergangenen Wochen vornehmlich gearbeitet."Ich war beim Saisonstart nicht ganz mit der körperlichen Verfassung der Mannschaft zufrieden. Insofern haben wir viel im Schnellkraftbereich und an der allgemeinen Athletik gearbeitet", verrät Trainer Martin Kahle über einen Teil der Inhalte der Übungseinheiten, in denen er mit seinem Team Defizite aufarbeiten konnte.

Nicht nur im athletischen Bereich wurde gearbeitet. Auch taktische Schulung stand auf dem Programm. Alles Dinge, die den Aufsteiger auf seinem Weg zum angestrebten Klassenerhalt voran bringen sollen. Jolanda Robben zum Spielplan: "Dahinter dürfen wir uns nicht verstecken. Wir müssen eben da sein, wenn es wichtig ist."

Robben selbst hofft auf ein Ende ihrer Leidenszeit. Nach einer Knieoperation, die auf Grund eines Knorpelschadens nach den Aufstiegsspielen durchgeführt wurde, bemüht sich der Kapitän des SVG-Teams um ein Comeback. "Es ist total nervig", sagt sie. "Ich versuche alles, aber ich werde immer wieder zurückgeworfen." Schmerzen habe sie zwar keine, doch bei jeder Belastung würde das Knie dick. "Dadurch kann ich kein Krafttraining machen", sagt die 27-Jährige. "Insofern weiß ich auch nicht, wann ich wieder spielen kann. Vielleicht passiert ja noch ein Wunder."

Auch der Trainer mag sich mit der spielfreien Zeit nicht anfreunden. "Natürlich ist es unglücklich, dass wir so nicht in den Rhythmus kommen", sagt er. "Man ist nicht richtig drin in der Saison." Erst am 15. Oktober steht für sein Team mit der Auswärtspartie beim Mitaufsteiger HSG Bad Wildungen die nächste Begegnung an.

Auf das nächste Heimspiel muss man sogar noch zwei Wochen länger warten. Am 29. Oktober ist der HC Leipzig zu Gast in der HBG-Halle. Anschließend stehen noch drei weitere Spiele an. Davon wurden die Begegnungen gegen die beiden auf der europäischen Bühne tätigen Teams vom FHC Frankfurt (auswärts/Mittwoch, 2. November) und den Buxtehuder SV (Heimspiel/ Mittwoch, 16. November) verlegt, ehe nach einem weiteren Heimspiel am Sonnabend, 19. November, gegen FA Göppingen die Bundesliga in eine sechswöchige WM-Pause geht.