03.10.2011 14:03 Uhr - Champions League - red, PM THC

"Insgesamt zufrieden" - CL-Debüt des Thüringer HC im Bild

Nora ReicheNora Reiche
Quelle: Mario Gentzel
23:27 (9:13) hieß es am Ende – ein durchaus respektables Ergebnis für den Thüringer HC in dessen Premiere in der Champions League gegen einen Titelkandidaten. Auch wenn Buducnost Podgorica weite Strecken der Partie dominierte, nahm man viel positives im Lager der Gastgeberinnen mit – schmerzhaft war allerdings die Verletzung von Shenia Minevskaya. Mario Gentzel war vor Ort und hat die Impressionen des Spiels eingefangen.

Am Ende war man beim Favoriten aus Podgorica erleichtert, den Auftakt in die Champions League gewonnen zu haben: "Ich bin froh, dass wir dieses wichtige Auftaktmatch gewinnen konnten. Ich wusste durch meine Torhüterin, dass uns eine schwere Aufgabe erwartet. Wir haben uns sehr intensiv auf dieses Spiel vorbereitet", sagte Dragan Adzic, Trainer des montenegrinischen Mit-Favoriten auf den Gewinn der Königsklasse.

Besagte Torfrau ist Clara Woltering, die eben um diesen Titel einmal gewinnen zu können, nach Montenegro gewechselt ist und eine emotionale Rückkehr feierte: "Wir sind froh, dass wir so erfolgreich in die Champions League gestartet sind. Wir wussten, dass Thüringen sehr stark ist und wir haben die Mannschaft keinesfalls unterschätzt", stellte Woltering fest und fügte an: "Nun stehen wir erst am Anfang der Saison und ich denke, dass wir, aber auch Thüringen, noch steigerungsfähig sind."

Herbert Müller, Coach des deutschen Meisters, analysierte im Nachgang: "Wir hatten die gefährlichen Rückraumspielerinnen ganz gut im Griff, haben dadurch aber einige Tore zuviel vom Kreis geschluckt. Wir waren definitiv in der Angriffsgestaltung nicht druckvoll genug. Wir konnten gegen eine sehr routinierte Mannschaft nicht gewinnen und wünschen uns, dass es auch die anderen in der Gruppe nicht können." Ein schmerzhafter Verlust allerdings droht dem Thüringer HC, wie Müller anmerkte: "Zuerst sind unsere Gedanken und alle guten Wünsche bei Shenia Minevskaja", die Rückraumspielerin war ohne Gegnereinwirkung hängen geblieben und hatte sich das Knie verdreht, es besteht die Vermutung eines Kreuzbandrisses.

Das Drama beschäftigte auch Nora Reiche: "Man hat gesehen, dass wir in den ersten zehn Minuten viel zu viel Respekt hatten. Dann kam das Pech mit Shenia Minevskajas Verletzung. Vielleicht haben uns am Ende die Kräfte gefehlt, zwei Minuten vor Schluss waren wir noch auf zwei Tore dran - da war eigentlich nochmal alles drin. Insgesamt können wir aber doch zufrieden sein."