02.10.2011 20:18 Uhr - 1. Bundesliga - PM Vereine

Leverkusen mit klarem Sieg über Trier

Stefanie EggerStefanie Egger
Quelle: Heinz Zaunbrecher
Die Elfen des TSV Bayer 04 Leverkusen konnten ihren dritten Sieg in Folge feiern. Gegen die DJK/MJC Trier kontrollierte die Mannschaft von Renate Wolf die Partie von Beginn an und setzte sich letztlich souverän mit 32:24 (17:11) durch. Die einstigen Miezen Stefanie Egger und Anne Jochin trafen je sechsmal für die Hausherrinnen, bei den Gästen trafen Katarina Vojcic und Jasmina Kukic-Radojicic je fünfmal. „Wir dürfen uns in den ersten Minuten schlichtweg nicht so vorführen lassen, weil wir so jede Chance von Beginn an wegwerfen und die gesamte Partie lang einem großen Rückstand hinterherlaufen.“, so Happe weiter: „Leverkusen war heute nicht in Reichweite für uns, aber wir müssen uns besser verkaufen, damit wir in den Spielen gegen Bad Wildungen und Celle unser volles Potenzial abrufen und dort die nötigen Punkte sicher sammeln können“, so Thomas Happe.

Die Bilanz vor dem Spiel schien klar: In den vergangenen acht Aufeinandertreffen hatten die Miezen nur einmal einen Punkt geholt, bei den letzten fünf Niederlagen erzielte Leverkusen jeweils mehr als 30 Gegentore. Genau in diese Richtung entwickelte sich auch das aktuelle Duell am Sonntagnachmittag in der Smidt-Arena Leverkusen. Nach etwas mehr als acht Minuten musste Gästetrainer Thomas Happe bereits zur Auszeit greifen. Mit 6:2 führten die Elfen bereits und hätte Kapitänin Laura Steinbach nicht schon zweimal zu genau gezielt und nur die Latte getroffen, dann wäre der Vorsprung bereits zu diesem frühen Zeitpunkt größer gewesen. Der Defensivverbund stand sicher, dahinter agierte Valentyna Salamakha als sicherer Rückhalt. In Torlaune präsentierten sich vor allem das Trio der drei ehemaligen Miezen im Elfen-Dress, dass bis dahin schon fünf Tore erzielt hatte.

Die Moselstädterinnen machten das Spiel nun breit, kamen vor allem von den Außenpositionen durch Derbach und Vallet zum Torerfolg. Durch die breitere Spielanlage der Gäste kam nun auch der Rückram besser zum Zuge und es gelang Trier den Rückstand konstant zu halten. Renate Wolf konnte auch früh schon die ersten personellen Wechsel durchführen, ohne das es zu einem Bruch kam. Zur Pause stand so eine klare 17:11-Führung zu Buche. Dass der Vorsprung kontinuierlich anwuchs lag auch an den Zeitstrafen, die sich die Moselstädterinnen nun vermehrt einfingen und in denen Franziska Garcia mit einer Sonderbewachung Triers Spielmacherin Katarina Vojcic aus dem Spiel nahm. Auch Torhüterin Larissa van Dorst, die nun im zweiten Spielabschnitt das Elfen-Tor hütete, konnte sich mit einigen Paraden gut einführen.

Erneut musste Thomas Happe früh beim Stand von 22:14 (39.) mit einer Auszeit entgegenwirken, die Elfen spielten jedoch souverän weiter und bauten mit einer disziplinierten Spielweise in Abwehr und Angriff das Polster weiter aus. Kim Naidzinavicius war von der Strafwurfmarke mit dem 26:16 die erste zweistellige Führung vorbehalten. Renate Wolf begann nun munter durch zu wechseln und den Bruch im Spiel nutzten Trier zur Ergebniskosmetik. Am Ende stand aber auch wegen der Paraden von Laura Glaser, die für die Schlussviertelstunde ins Tor kam, ein souveräner Heimerfolg zu Buche.

Elfen-Trainerin Renate Wolf war zufrieden mit der Leistung ihrer Mannschaft, wenngleich in der ersten Halbzeit angesichts der klaren Führung der eine oder andere Ball leichtfertig weg gegeben wurde. Ein Sonderlob erhielt Franziska Garcia für ihre engagierte Deckungsleistung aug unterschiedlichen Positionen. "Ich kann sie überall hinstellen, wo ich sie brauche", so Wolf, die sich zudem darüber freute, dass "Steffi Egger wieder an ihr altes Leistungsniveau herankommt." Gästetrainer Thomas Happe haderte mit der Leistung seiner Mannschaft. "Wir haben nicht das umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben und uns zu früh hängen lassen."