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02.10.2011 17:38 Uhr - 1. Bundesliga - fcb

Göppingen steht nach Kampfspiel gegen Oldenburg mit leeren Händen da

Lois AbbinghLois Abbingh
Quelle: Stephan Weber
Es war eine enge Kiste zwischen Frisch Auf Göppingen und dem VfL Oldenburg. Zunächst hatte Göppingen das Spiel dank Torhüterin Jasmina Jankovic eigentlich im Griff, konnte den Vorteil aber nicht in die Offensive übertragen und geriet nach 23 Minuten beim 10:11 erstmals in Rückstand. Die letzten zehn Minuten der ersten und die ersten zehn der zweiten Hälfte gehörten dann dem Team von Leszek Krowicki, das nach vierzig Minuten mit 20:17 vorn lag. Mit einer Energieleistung kämpfte sich Göppingen zurück und führt acht Minuten vor dem Ende mit 28:27. In den letzten zweieinhalb Minuten mussten die Gastgeberinnen allerdings in Unterzahl agieren, Oldenburg nutzte den Vorteil und siegte 32:31.

Nach einem Oldenburger Ballverlust und zwei Göppinger Holztreffern war es ein Gegenstoß von Oldenburgs Linksaußen Kim Birke, der in den nervösen Spielbeginn den ersten Torerfolg brachte. Die Spielerinnen beider Mannschaften hatten ihre Visiere noch nicht korrekt justiert, wobei Göppingens Jasmina Jankovic sich erfolgreich weiteren Oldenburger Würfen entgegenstemmte. Ihr Gegenpart Julia Renner war indes am heutigen Tag auf sich allein gestellt, da Oldenburgs zweite Torfrau Tess Winter, nach einem Krankenhaus-Aufenthalt am Sonntagmorgen, geschont wurde. Wegen der besseren Torhüterleistung kam Göppingen durch einen verwandelten Strafwurf zur 3:1-Führung (7.) - doch eklatante Fehler im Spiel nach vorne verhinderten einen soliden Vorsprung, Oldenburg blieb dran.

Die Partie war weit weg von einem Handball-Leckerbissen, beide Teams übertrumpften sich auch im weiteren Verlauf mit schwachen Abschlüssen, verlorenen Zweikämpfen und Ballverlusten. Im positiven Sinne auffällig agierte weiterhin nur Jasmina Jankovic, die Angie Geschke den Strafwurf zum möglichen 5:5 (14.) abluchste. Im direkten Gegenzug konnte allerdings Lois Abbingh aus gleicher Distanz die niederländische Torfrau überwinden und setzte den Ausgleichstreffer. Göppingen warf weiterhin den Trumpf der Abwehrleistung in der Offensive weg. Während Leppert und Scheffknecht nun ins Spiel kamen, setzte Kim Birke für den VfL das 10:11 (23.). Erstmals führten die Oldenburgerinnen. Knezevic reagierte, Auszeit!

Der bis dahin unauffälligen Alena Vojtiskova gelang anschließend der Ausgleich, doch ein lautstark diskutierter Strafwurf für Oldenburg, den Schulz parierte, ein nicht gegebener Siebenmeter für Göppingen und eine harte Zeitstrafe gegen Vojtiskova, bereits ihre zweite, brachten die Gastgeberinnen in der Schlussphase der ersten Hälfte wieder aus dem Konzept. Der VfL Oldenburg hatte zwar keine überzeugende erste Hälfte aufs Parkett gebannt, in der Schlussminute nutzte das Team von Leszek Krowicki jedoch das psychologische Moment und gelangte durch Treffer von Abbing und Schirmer mit 14:12 in Führung. Scheffknecht setzte auf den letzten Drücker den Halbzeittreffer zum 13:14. Ein leichter Vorteil blieb Oldenburg mit der Sirene.

Auch nach der Pause blieb Göppingens Birute Stellbrink weiter auf der Bank, bei Oldenburg übernahm Sabrina Neuendorf die Spielleitung, Laura van der Heijden, deren gute Regieführung die Gäste in der ersten Hälfte im Spiel gehalten hatte, erhielt eine Pause. Mit Geschke an der Spitze einer 5:1-Abwehr zog Leszek Krowicki derweil das richtige Register: Oldenburg verteidigte den Vorsprung, nach einem technischen Fehler Göppingens und einem Konter von Anne Badenhop führten die Gäste beim 18:16 (37.) abermals mit zwei Toren. Nicole Dinkel hatte indes einen äußerst überschaubaren Aufenthalt auf dem Feld: Nach einem Schlag, der ungeahndet blieb, musste sie behandelt werden. Oldenburg blieb am Drücker, Laura van der Heijden erzielte das 20:17 (41.).

Die Niederländerin kam immer wieder frei zum Wurf, sie avancierte zur wichtigsten Spielerin bei den Niedersächsinnen. Aber Göppingen zeigte Moral, die kurzzeitig eingewechselte Stellbrink, Scheffknecht und Daniels brachten die Gastgeberinnen beim 20:21 (44.) auf Augenhöhe. Der artistisch von Karolius auf Weigelt abgelegte Ball zum 23:23 bedeutete kurz darauf den Ausgleich, doch der nächste Angriff wurde überhastet vergeben, ein Distanztreffer von Scheffknecht im direkten Gegenzug abgepfiffen. Knezevic kassierte für seine lautstarke Beschwerde eine Bankstrafe, Oldenburg legte wieder vor, doch als Vojtiskova Verantwortung übernahm, meldeten sich die Gastgeberinnen mit dem 27:26 (51.) zurück.

Während Badenhop nach dem sofortigen Ausgleichstreffer der Gäste vergebens auf einen Strafwurfpfiff hoffte, gelang Karolius die neuerliche Führung. Doch mehr wollte Göppingen nicht gelingen, auch weil Scheffknecht einige Male ungeschickt agierte. Beim 29:29 (57.) glich Abbingh mit ihrem fünften erfolgreichen Strafwurf aus, auf der Gegenseite parierte Renner gegen die bis dahin von der Siebenmeterlinie fehlerfreie Stellbrink und Weigelt kassierte eine Zeitstrafe. Göppingen sah sich benachteiligt, hatte zuvor vergebens eine Zeitstrafe nach einem Foul an Karolius gefordert und wenig später vergeblich einen Schrittfehler vor einem Oldenburger Strafwurf reklamiert.

Beim Stand von 31:31 begann die Schlussminute, 33 Sekunden verblieben nach dem Gegentreffer von Badenhop. Die Uhr tickte unaufhaltsam, Göppingen brachte den Ball aber nicht mehr im gegnerischen Gehäuse unter und so jubelte am Ende der Gast aus Oldenburg.



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