30.09.2011 15:35 Uhr - 1. Bundesliga - Riegel, Rosenbohm - PM Vereine

Göppingen gibt sich vor dem Spiel gegen Oldenburg angriffslustig

Knezevic: "Wir wollen und brauchen Punkte, daher kann unser Ziel nur Sieg lauten"Knezevic: "Wir wollen und brauchen Punkte, daher kann unser Ziel nur Sieg lauten"
Quelle: Stephan Weber
Das erste freie Wochenende seit Saisonbeginn haben die Bundesliga-Handballerinnen des VfL Oldenburg hinter sich, am kommenden Sonntag (2.10.2011, 16 Uhr) spielt der momentane Tabellenvierte bei Frisch Auf Göppingen. "Wir müssen uns jetzt wieder neu konzentrieren", sagt Trainer Leszek Krowicki. "Göppingen hat eine gute Mannschaft. Und gerade auswärts muss man in dieser Liga immer aufpassen."

Zehn Vergleiche absolvierten beide Teams in den letzten Jahren, sieben Mal ging dabei der VfL als Sieger vom Parkett. Für Aleksandar Knezevic ist diese Bilanz aber ohne Belang. "Wir treten gegen Oldenburg mit dem nötigen Respekt an, aber wir haben sicher keine Angst", erklärt der FA-Trainer zum Spiel, für sein Team ist es der erneute Vergleich mit einem Team aus der oberen Tabellenhälfte. "Wir wollen und brauchen Punkte, daher kann unser Ziel nur Sieg lauten", gibt sich Knezevic angriffslustig.

In der Tabelle rückte Oldenburg unterdessen durch den Leipziger Sieg gegen Buxtehude näher an die Spitze heran. "Schön, dass wir wieder herangerückt sind", kommentiert VfL-Trainer Leszek Krowicki die neue Tabellensituation: "Aber für eine ernstzunehmende Prognose ist es viel zu früh. Wir konzentrieren uns ausschließlich auf uns." Sowieso sei der überklare Sieg des HCL "keineswegs eine Sensation. Buxtehude hat sich einfach sehr stark auf die Champions League konzentriert, die waren emotional mit einer ganz anderen Sache beschäftigt. Und der HCL war in seinem ersten Heimspiel nun einmal besonders hungrig."

Obwohl es im Sport die vielzitierte Aussage gibt, dass der Angriff die beste Verteidigung sei, ist der Göppinger Coach bei der Analyse des Gegners zu einem anderen Ergebnis gekommen. "Wir müssen schnell vom Angriff auf die eigene Abwehr umschalten", fordert Knezevic und begründet: "Oldenburg ist die Mannschaft mit dem höchsten Tempo der Liga, der VfL spielt in der ersten und zweiten Welle mit hohem Risiko und unheimlich schnell."

Zudem müssen die Grün-Weißen eine besonderes Augenmerk auf den Rückraum des Tabellenvierten richten. Mit Angie Geschke ist dort die gefährlichste Feldtorschützin der Liga am Ball und wird mit dabei vom ebenfalls sehr wurfstarken niederländischen Duo Lois Abbingh und Laura van der Heijden flankiert. Doch das sind nur die Spitzen im Kader von Trainer Leszek Krowicki. "Oldenburg hat eine durchweg gut besetzte Mannschaft, die sich zudem über Jahre einspielen konnte", beurteilt Knezevic den Kader seines Kollegen.

In der eigenen Truppe muss der FA-Trainer zwar „nur“ auf Maria Kiedrowski verzichten, doch die Personaldecke ist ohnehin dünn im Göppinger Team. So hat Knezevic in der Vorbereitung auf die Begegnung vor allem im Bereich Tempo und Konzentration den Schwerpunkt gesetzt. "Wir müssen schnell umschalten", erklärt er, wohl wissend, dass die Gäste mit ihrer Qualität in der Lage sind eine Schwächephase des Gegners einskalt auszunutzen. Daher wollen die Grün-Weißen mit der nötigen Ruhe an die Aufgabe herangehen, überhastete Abschlüsse oder erzwungene Aktionen darf man sich nicht leisten.

Hauptaugenmerk in der laufenden taktischen Vorbereitung auf den Gegner lag bei den Oldenburgern unterdessen auf der Frisch-Auf-Rückraumreihe mit Birute Stellbrink, der Ex-Oldenburgerin Alena Vojtiskova und Nicole Dinkel. "Auf sie werden wir uns stark konzentrieren", sagt Krowicki. Schon am morgigen Samstag setzt sich der VfL-Mannschaftsbus in Bewegung. Übernachtet wird am Spielort selbst. Rund 700 Kilometer wird die Mannschaft dann hinter sich haben. Krowicki: "Bei so einer Strecke müssen wir einfach einen Tag vorher fahren."

Auf die Rückreise wollen die Oldenburgerinnen zwei Punkte mitnehmen. "Wir wollen beide Punkte - unbedingt", sagt Krowicki vor dem Duell bei den mit 1:5 Zählern gestarteten Frisch-Auf-Frauen. In dieser laufenden Saison eher die Ausnahme, setzt sich das komplette VfL-Team - auch die zuletzt erkrankte Julia Wenzl ist wieder dabei - eigens einen Tag früher in den Mannschaftsbus. "Wir sind sicherlich favorisiert, Göppingen hat ja auch in dieser Saison noch kein Spiel gewinnen können", sagt der Trainer. "Aber diese Mannschaft kann hochgefährlich für uns werden. Wir benötigen die volle Konzentration."