19.09.2011 10:52 Uhr - International - PM Österreichischer Handball Bund (ÖHB)

Spiridon geht nach Russland

Nach Zvenigorod: Simona SpiridonNach Zvenigorod: Simona Spiridon
Quelle: Silvio Ferrari / Ferraribase
Österreichs Nationalteamspielerin Simona Spiridon, 31, wechselt zum russischen Top-Klub Zvezda Zvenigorod. Die Kreisspielerin, die sich nach dem verpassten Champions-League-Titel letzte Saison einer bereits länger ausstehenden Knieoperation unterzogen hat, wird Anfang Oktober nach Russland übersiedeln. Ihre Kreuzbandverletzung, die sie im letzten Jahr auch daran gehindert hat, für das Nationalteam spielen zu können, soll bis November ausgeheilt sein, hofft die gebürtige Rumänin.

Zvezda Zvenigorod hat im internationalen Frauen-Handball eine große Tradition: die Russinnen wurden in der Saison 2007/2008 EHF Champions League Sieger, gewannen in der Saison davor den EHF Cup. Im letzten Jahr scheiterten sie in der Champions-League-Gruppenphase, gewannen aber unter anderem das Heimspiel gegen Spiridons Ex-Verein Györ. Heuer sind die Russinnen international im EHF-Pokalsiegerbewerb vertreten. Simona Spiridon: "Die Mannschaft in Russland hat mich sehr gut aufgenommen und ich bin begeistert vom Trainer, den ich auch aus Ungarn kenne. Ich hatte mehrere Angebote, habe mich aber für Zvenigorod entschieden und freue mich auf die neue Aufgabe."

Nach Ende der letzten Saison, in der Simona Spiridon mit Györ bis ins Champions-League-Semifinale gekommen ist, hat sich die Kreisläuferin nach einer Kreuzbandverletzung einer Knieoperation unterzogen: der Heilungsverlauf ist gut, Spiridon will noch heuer in die laufende Saison in Russland einsteigen: "Ich bin Anfang Mai operiert worden und die Reha verläuft sehr gut. Ich habe keine Schmerzen, möchte aber nichts überstürzen. Ich werde Anfang Oktober nach Russland übersiedeln, bin dort noch den ganzen Oktober in der Reha und werde dann einsteigen."

Im österreichischen Nationalteam war Simona Spiridon bislang in 86 Spielen im Einsatz, erzielte 334 Tore für Österreich. "Simi" Spiridon wird dem österreichischen Frauen-Nationalteam, das bereits Mitte Oktober den Auftakt der EM-2012-Qualifikation (19.10. vs. CZE, 23.10. vs. SLO) bestreitet, noch nicht zur Verfügung stehen können: "Ich kann es kaum noch erwarten, endlich wieder für´s Nationalteam spielen zu können. Aber die Spiele im Oktober kommen noch etwas zu früh für mich: das wäre nicht einmal sechs Monate nach der OP. Aber bei den EM-Quali-Spielen im März gegen Schweden möchte ich definitiv wieder dabei sein, darauf freue ich mich schon."