16.09.2011 11:53 Uhr - Champions League - chs

Viborg mit drei, Randers mit zwei deutschen Spielerinnen im Kampf um die Champions League

Toptorschützin in Dänemark: Neuzugang Isabelle GulldenToptorschützin in Dänemark: Neuzugang Isabelle Gullden
Quelle: Katja Boll
Es geht am Wochenende um den Einzug in die Gruppenphase der Champions League. Nicht nur das Turnier im polnischen Glogow (siehe Extra-Bericht), wo der Buxtehuder SV um den Einzug in die Königinnenklasse kämpft, sondern auch im dänischen Greena, Skopje oder Göteborg.

In Greena ist der zweifache Champions-League-Sieger Viborg HK offiziell als Gastgeber am Start. Der dänische Pokalsieger mit den deutschen Nationalspielerinnen Grit Jurack und Anja Althaus spielte eine enttäuschende Rückserie in der Meisterschaft und wurde lediglich Dritter. Zum Kader der Däninnen, die mit Spielmacherin Isabelle Gullden (Sävehof) einen Toptransfer gelandet haben, gehört auch U20-Nationalspielerin Karoline Müller. Im Halbfinale wartet jedoch mit dem russischen Vizemeister Rostov-Don ein harter Brocken. Die Russinnen treten mit einer Vielzahl an Weltmeisterinnen an, darunter Torhüterin Inna Suslina, Rückraumshooterin Anna Sen oder Flügelspielerin Emiliya Turey.

Den Endspielgegner ermitteln der rumänische Vizemeister U Jolidon Cluj und der serbische Meister RK Zajecar. Die Regie bei den Rumäninnen haben Mihaela Ani Senocico und Maria Mihaela Tivadar inne. Auch Rückraumspielerin Clara Vadineanu und Rechtsaußen Magdalena Paraschiv verfügen über zahlreiche Länderspielerfahrung. Gegner Zajecar musste sich zwar die erste Runde der Qualifikation bestreiten, setzte sich dort aber insgesamt mühelos durch. Ein Grund dafür sind auch die Top-Transfers vor der Saison. So wechselten Jelena Eric (Randers) und Marta Mangue (Esbjerg) aus der dänischen Liga nach Serbien, Torhüterin Tereza Pislaru kam vom rumänicshen Meister Oltchim Valcea. In der Bundesliga spielte im Vorjahr noch Flügelspielerin Aneta Peraica (Bietigheim).

Favorit beim Turnier in Skopje ist der norwegische Vizemeister Byasen Trondheim, der zwar den prestigeträchtigen Sika-Cup in Bad Urach gewann, den Ligaauftakt gegen Tertnes Bergen jedoch verpatzte und 27:28 verlor. Mit den Torhüterinnen Terese Pedersen und Guro Rundbraten verfügen die Norwegerinnen über ein Top-Gespann zwischen den Pfosten und auf dem Feld sorgen vor allem Camilla Herrem, Ida Alstad oder Tonje Nöstvold für spielerischen Glanz. Halbfinalgegner Veseli hingegen kommt als klarer Außenseiter nach Mazedonien. Star im Team der Tschechinnen ist die ehemalige Weltklassekeeperin Lenka Cerna (Lützellinden, Metz).

Im zweiten Halbfinale erwartet Gastgeber Metalurg Skopje dann Elda Prestigio. Die Spanierinnen mussten nach der Teilnahme am EHF-Pokalfinale 2010 aufgrund finanzieller Schwierigkeiten zahlreiche Abgänge verkraften und weisen nun mit Marizza Faria Servin (Paraguay) eine echte Exotin auf der Spielmacherposition auf. Bei Metlaurg Skopje sind hingegen zahlreiche Spielerinnen, die früher schon mit Kometal Gjorce Petrov Erfahrungen in der Champions League sammelten. Angefangen im Tor mit Tanja Andreeva über die Rückraumspielerinnen Mirjeta Bajramoska und Elena Gjorgjijevska oder auch die gefährliche Flügelzange mit Dragana Pecevsa und der Serbin Katharina Krpez.

In Göteborg hingegen sind mit Nina Wörz und Susann Müller wieder zwei deutsche Spielerinnen aktiv. Das Duo, das beim dänischen Vizemeister Randers unter Vertrag steht, bekommt es im Halbfinale mit dem niederländischen Meister Dalsen zu tun, wo Wendy Smits (Metzingen, Sulzbach, Göppingen) die Fäden zieht. Auch dank der starken Transfers, neben Müller kam auch die Spanierin Veronica Cuadrado führt Randers nach vier Siegen klar die Tabelle der dänischen Liga an.

Im zweiten Halbfinale kämpfen Tertnes Bergen und IK Sävehof um den Finaleinzug. Die Norwegerinnen verfügen mit Nationalspielerin Sakura Hauge über eine starke Kraft im Tor und können sich im Rückraum vor allem aus Sissel Pedersen und Marianna Rokne verlassen. Der schwedische Meister IK Sävehof hat zwar den Heimvorteil auf seiner Seite, musste jedoch mit Isabelle Gullden (Viborg) den Kopf der Mannschaft ziehen lassen. Doch mit Torhüterin Cecilia Grubbström, Rechtsaußen Hanna Fogelström oder den Rückraumspielerinnen Karin Isaksson, Jamina Roberts und Ida Oden verfügen die Schwedinnen über eine durchschlagskräftige Mannschaft.