08.05.2011 16:35 Uhr - Pokal der Pokalsieger - chs

Budapest legt vor - Heimsieg mit fünf Toren gegen Alicante

Kaum zu bändigen: Piroska SzamoranskyKaum zu bändigen: Piroska Szamoransky
Quelle: Christopher Monz
Mit einem variablen Angriffsspiel und einer konzentrierten Deckungsleistung, in der in den Schlussminuten auch Torhüterin Alena Abramovic ihre Akzente zu setzen wusste, hat Ferencvaros Budapest das Hinspiel im Pokal der Pokalsieger gegen CB Mar Alicante mit 34:29 (17:12) für sich entschieden. Bei den Gästen überzeugte vor allem Ex-Nationalspielerin Isabel Ortuno (13 Tore aus 14 Versuchen), bei den Hausherrinnen erzielte das Quintett mit Noemi Trufan, Monika Kovacsicz, Pioska Szamoransky, Zita Szucsanszki und Szandra Zacsik zwischen fünf und sieben Treffern. Am Ende mussten die Magyarinnen aber ihrem kleinen Kader Tribut zollen und kein höheres Ergebnis erzielen.

Es war in der Anfangsphase ein Duell auf Augenhöhe. Während Gastgeber Ferencvaros vor allem auf eine gute Abwehr und ein schnelles Umschalten in die Offensive vertrauen konnte, verließen sich die Gastgeberinnen im Angriff auf die routinierte Isabel Ortuno, die vor der Pause bereits sieben Tore erzielen konnte. Hinten war zudem die Linda Pradel ein verlässlicher Rückhalt, doch gerade gegen die einfachen Gegenstoßtreffer war die Keeperin machtlos.

Die Französin war dann jedoch auch dafür verantwortlich, dass Piroska Szamoransky zwischenzeitlich vom Parkett musste. Die Kreisläuferin stieß bei ihrem zweiten Tor mit der Torhüterin zusammen und hat sich möglicherweise die Nase gebrochen. Nachdem Ferencvaros sich in den ersten 20 Minuten immer nur ein bis zwei Tore Vorsprung erarbeiten konnte, zog man in der Schlussphase der ersten Halbzeit von 10:9 auf 17:12 davon.

Im zweiten Spielabschnitt schienen die Magyarinnen ihren Zug fortführen zu können, Szamoransky kehrte zurück und stellte gleich zweimal ihre Torgefahr unter Beweis. Doch im Spiel nach vorne wirkte Ferencvaros manches Mal zu überhastet, die Gäste, die sich in der Abwehr zudem auf eine kurze Deckung gegen Shooterin Zacsik entschieden, konnten sich gar auf zwei Tore heran kämpfen und konnten sich in den kritischen Situationen auf Ortuno verlassen. Als die Rückraumspielerin mit ihrem zehnten Treffer zum 22:24 traf (43.), musste Budapest die Auszeit beantragen.

Vor allem in der Deckung waren die Gäste nun präsenter, doch auch in den Offensivaktionen kehrte nun die Disziplin zurück. Binnen acht Minuten kippte so die Partie, Ferencvaros zog wie schon kurz nach der Pause auf sieben Tore davon (32:25) und nun war es an Angel Saldovan seine Spielerinnen auf die letzten Minuten einzustellen. Doch Die Hausherrinnen spielten variabler, ließen sich einfach nicht ausrechnen. Wie schon die gesamte Partie über zeichneten sich Pradel und Ortuno dafür verantwortlich, dass gegen die auf dem Zahnfleisch gehenden und mit faktisch einer Stammsieben – Tomori ersetzte Trufan noch in der Deckung – durchspielenden Gastgeber nur ein Polster von vier Toren ins Rückspiel nahmen.

Ferencvaros Budapest - CB Mar Alicante 34:29 (17:12)

Budapest: Trufan 7, Kovacsicz 6, P. Szamoransky 6, Szucsanszki 6, Zacsik 5, Szadvari 3, A. Szamoransky 1

Alicante: Ortuno 14, De Sousa 4, Jovovic 3, Tobiasen 3, Garcia 2, Nunez 2, Craciun 1