13.04.2011 13:38 Uhr - Weltmeisterschaft - PM ÖHB

Subke beendet im Sommer Karriere im Nationalteam

Stephanie Subke im NationaltrikotStephanie Subke im Nationaltrikot
Quelle: Silvio Ferrari / Ferraribase
Stephanie Subke, vielen Handballfans noch besser unter ihrem Geburtsnamen Ofenböck bekannt, ist eine der prägenden Personen des österreichischen Frauenhandballs der vergangenen Jahre. Ab Sommer wird die Rückraumspielerin dem Nationalteam aber nicht mehr zur Verfügung stehen. "Es war schon die letzten Jahre schwierig, zwei Kinder, den Verein, die Nationalmannschaft, unseren Hausbau und die Physiopraxis meines Mannes unter einen Hut zu bringen, da musste ein Programmpunkt aus dem Terminkalender", erklärte Subke in einer PM des Verbandes.

Mit Steffi Subke tritt eine der erfolgreichsten österreichischen Spielerinnen zurück: Subke hat bis heute 198 Länderspiele bestritten, 691 Treffer erzielt. Sie war Teil des Erfolgsteams, das 1996 EM-Bronze, 1999 WM-Bronze sowie Platz 4 bei der EM 1998 und Platz 5 bei den Olympischen Spielen 2000 in Sydney geholt hat. Subke: "Meine schönsten Momente waren natürlich die EM-Bronze-Medaille 1996, weil man als ganz junge Spielerin das ganze Geschehen mit "Kinderaugen" sieht. Auch WM-Bronze 1999 war super, auch weil ich schon viele Spielanteile hatte und wir uns dadurch für die Olympischen Spiele qualifizieren konnten. Sydney 2000 war natürlich ein Highlight, genial und einfach noch besser, weil man sonst nicht so schnell nach Australien kommt." Und auch das letzte Großereignis, die Weltmeisterschaft in China im Dezember 2009, hat Stephanie Subke noch in bester Erinnerung: "Mit den vielen jungen Spielerinnen hat das sehr viel Spaß gemacht, auch weil ich das gesamte Turnier über auf meiner Position gespielt hab."

Subke, die im Jahr 2000 die EHF-Champions-League gewonnen hat, wird in Innsbruck vor dem EM-Quali-Spiel der Männer gegen Deutschland ihr 200. Länderspiel für Österreich bestreiten: sie reiht sich damit ein in eine Legendenreihe mit Stars wie Babsi Strass (Rekordteamspielerin mit 272 LSP), Iris Morhammer oder Stanka Bozovic. Ein Abschied, der auch emotional werden könnte. Subke: "Ich weiß schon länger, dass es bald aus ist, deshalb sind meine Gedanken schon ein wenig länger zukunftsorientiert. Zudem war ich schon eine ganze Saison vereinslos während meiner Schwangerschaft mit Ida, da war auch Handball eigentlich für mich schon vorbei. Das Adrenalin wird mir fehlen, aber ich werde irgendetwas finden und mich weiter viel bewegen, am liebsten mit den Kindern, sonst bin ich unausstehlich."

Im Moment kämpft Stephanie Subke noch um zwei Titel in Deutschland: mit dem Thüringer HC steht sie sowohl im deutschen Halbfinale im Kampf um die Meisterschaft als auch im Pokal-Final-Four. Ob die zweifache Mutter dem Handball erhalten bleibt, ist noch offen. Subke: "Zuerst kommt jetzt meine Familie, wir möchten gerne mit den Kindern einiges erleben und Urlaub machen, wann wir es wollen und uns nicht nach dem Handballterminkalender richten müssen. Ich möchte auch beruflich wieder einsteigen und mich als medizinische Trainingstherapeutin fortbilden, dann kann ich bei meinem Mann in der Praxis mithelfen und arbeiten."