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11.04.2011 11:59 Uhr - 2. Bundesliga Süd - chs/pm

Celia Schneider hält den Sieg bei Dortmund in der Schlusssekunde fest

Letztes Heimspiel: Gustl WilkeLetztes Heimspiel: Gustl Wilke
Quelle: Eibner Pressefoto
Es war ein Spiel mit Dramatik, Spannung, Kampf und Leidenschaft von zweier Teams auf Augenhöhe. Die bis dahin beste Heimmannschaft (Dortmund mit einer Niederlage) gegen das beste Auswärtsteam aus Ostfildern. Es war ein Spiel, welches zehn Sekunden vor Ende mit dem Siegtreffer von Tamara Heinzelmann und in den letzten vier Sekunden mit zwei Glanzparaden von Celia Schneider den Schwaben Hornets Ostfildern den so wichtigen Auswärtssieg bescherten. Mit einem 30:29 (11:12) Sieg in Dortmund verteidigt das Team von Stefan Haigis den 2. Tabellenplatz in der 2. Handball Bundesliga Süd.

Mit Standing Ovations wurde vor Spielbeginn die Trainerlegende Gustl Wilke aus Dortmund verabschiedet. Auch die Spielerinnen der Hornets applaudierten zu Recht für einen großen Mann des Handballsports. Vor 300 Zuschauern wollten die Dortmunderinnen ihrem Trainer einen gebührenden Abschied in Form eines Heimsieges schenken, dementsprechend startete das Team mit viel Energie und Power in das Spiel. Stefan Haigis zog nach 3:19 Spielminuten bereits die Grüne Karte für eine Auszeit, um seine Team nochmals wachzurütteln. Seine Mannschaft lag mit 0:2 zurück und fand auch danach nicht richtig ins Spiel. Daniela Stratmann traf nach fünf Spielminuten zum 1:4, kurze Zeit später führte Dortmund mit 6:2 sowie 9:4. Bis dahin waren die Offensivaktionen der Hornets entweder an der sehr guten Torfrau Magdalena Chemicz oder am eigenen Unvermögen gescheitert. Ab der 14. Spielminute der erste Lauf der Schwäbinnen, die zum 9:10 verkürzten und mit einem knappen 11:12-Rückstand in die Pause gingen.

Den Auftakt in der 2. Halbzeit machte Sandra Faustka, an diesem Abend mit 6 Treffern erfolgreichste Werferin der Hornets, mit ihrem Ausgleichstor zum 12:12. Das TVN-Urgestein erzielte wiederum zwei Minuten später die erste Führung in diesem Spiel zum 14:13. Dortmund konterte postwendend und erzielte zwei Sekunden später den Ausgleich. Von diesem Zeitpunkt an war es Spiel mit extrem hohem Tempo, mit vielen Toren innerhalb kürzester Zeit auf beiden Seiten, doch kein Team schaffte es, sich entscheidend abzusetzen. Bis in der Mitte der zweiten Halbzeit führte Dortmund jedoch immer wieder mit einem oder zwei Toren.

Insgesamt zehn Minuten lang agierte der TVN in Unterzahl. So erhielt auch Stefan Wiech, der am heutigen Abend auf der Bank seinen Platz hatte, nach einem nicht geahndeten Rückpass von Dortmund eine Zeitstrafe. "Ich war im ersten Moment wirklich fassungslos, dass man diesen Rückpass nicht erkannt hatte. 300 Zuschauer haben dabei wohl wirklich geschmunzelt, dass hier weitergespielt wurde“, so Geschäftsführer Stefan Wiech, der nach dem Spielende erleichtert und wohl auch gerne eine Geldstrafe in die Mannschaftskasse zahlen muss.

Fünf Minuten vor Spielende nimmt Trainerlegende Wilke seine letzte Auszeit nach dem Treffer zum 25:25 durch Tamara Heinzelmann, die mit ihren vier Treffern zum Ende hin eine der Matchwinnerinnen wurde. Nellingen konnte anschließend zunächst vorlegen, doch in der 57. Minuten rissen die Borussinnen wieder die Führung an sich. Daniela Stratmann glich jedoch aus und Tamara Heinzelmann traf zehn Sekunden vor Spielende zum 30:29. Mit dem letzten Angriff des Spiels wollten die Dortmunder den Ausgleich erzielen. Marion Radonic kassiert sechs Sekunde vor Ende ihre dritte Zeitstrafe. In Überzahl kommt es zu zwei Würfen von Dortmund, die beide sensationell von Celia Schneider gehalten wurden.

Somit ging die Erfolgsserie als beste Auswärtsmannschaft der Liga weiter mit einem knappen, glücklichen aber auch leidenschaftlichen Sieg der Hornets in Dortmund. Somit ging aber auch die Ära von Gustl Wilke zu Ende mit diesem letzten Heimspiel in eigener Halle. Mit diesem Sieg wird den Hornets der 2. Platz am letzten Spieltag gegen die HSG Albstadt wohl nicht mehr nehmen zu sein. "Es war klasse, wie das Team heute kämpfte. Ich hatte in der 2. Halbzeit keinen Zweifel daran, dass wir die Halle am Ende als Sieger verlassen würden. Die Körpersprache, der Wille und die Leidenschaft waren in jeder Phase der letzten 30 Minuten zu spüren. Das war einfach klasse und ich bin stolz auf unser Team“, so das Statement am Ende von Stefan Wiech.



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