03.03.2006 06:03 Uhr - 2. Bundesliga Süd - PM Markranstädt

Piranhas mit Personalsorgen gegen Walldorf

Wenn der SC Markranstädt, aktueller Tabellenzweiter der Zweiten Liga Süd, am morgigen Samstagabend den Letzten Walldorf in der heimischen Stadthalle empfängt, sind die Rollen bereits vor dem Anwurf um 19 Uhr klar verteilt. „Ich erwarte einen Heimsieg“, sagt Rüdiger Bones ohne Umschweife – und verrät damit also sicher auch kein Geheimnis. Der einfache Erfolg ist dem SCM-Trainer allerdings nicht genug: „Ich möchte von der Mannschaft ein ordentliches Spiel sehen, mit einem deutlichen Ergebnis.“ 

Jurate Kiskyte muss gegen Walldorf passenJurate Kiskyte muss gegen Walldorf passen
Quelle: Heiner Lehmann/www.sportseye.de

Bones’ Forderung ist nicht ohne Hintergrund. Zehn Spieltage vor dem Saisonende können sich noch immer acht Teams berechtigte Hoffnungen auf einen der vier Play-Off-Plätze machen. Zwar hat der SCM inzwischen wieder vier Punkte Vorsprung auf Platz fünf, ein beruhigendes Polster ist dies aber nicht: „Die Mannschaften an der Spitze werden sich noch gegenseitig die Punkte abnehmen. Deshalb ist es umso wichtiger, auch auf das Torverhältnis zu achten. Das könnte am Ende ein zusätzlicher Punkt sein“, ahnt Rüdiger Bones, dessen Schützlinge diesbezüglich mit einem Plus von 83 Treffern mit Abstand der Staffel-Spitzenreiter sind.
 
Die angestrebte Torejagd am Samstag müssen die Piranhas ohne ihre bislang erfolgreichste Werferin, Linksaußen Jurate Kiskyte (2), in Angriff nehmen. Die Litauerin hat sich am Meniskus verletzt und fällt erst einmal auf unbestimmte Zeit aus. „Die Mannschaft muss jetzt noch enger zusammenrücken. Wir haben aber genügend Qualität im Kader, um diesen Rückschlag zu kompensieren“, betont Rüdiger Bones, der am Samstag zudem voraussichtlich auf Annika Hermenau verzichten muss. Die Rückraumspielerin laboriert an einem Magen-Darm-Infekt. 

Dass selbst gegen den Tabellenletzten der Sieg nicht von vornherein feststeht, musste die Piranhas im Hinspiel erfahren. Beim mühsam erkämpften 25:20-Erfolg in Walldorf taten sie sich lange Zeit sehr schwer. Das könnte auch am Samstag so sein: „Als abgeschlagenes Schlusslicht hat Walldorf nichts mehr zu verlieren und kann vielmehr befreit aufspielen“, sagt Rüdiger Bones. An seiner eingangs deutlich formulierten Zielstellung ändert dies allerdings nichts.