03.03.2006 10:54 Uhr - 1. Bundesliga - PM Thüringer HC

Thüringer HC: Uhlig kommt - Höhne, Minevskaja und Leukefeld bleiben

Dago Leukefeld gibt bis 2010 die Richtung beim THC vorDago Leukefeld gibt bis 2010 die Richtung beim THC vor
Quelle: thc
Beim Thüringer HC nehmen die Personalplanungen für die neue Saison deutliche Formen an. Mit Alexandra Uhlig vermeldet der Handball-Erstligist den ersten Neuzugang für die kommende Saison. Zudem gab der Bundesligist bekannt, dass die Verträge von Svetlana Minevskaja und Katrin Höhne um je ein Jahr verlängert wurden und sich Cheftrainer und Sportmanager Dago Leukefeld bis 2010 an den Verein, der noch drei bis vier neue Spielerinnen präsentieren will, gebunden hat.

Leukefeld freut sich nach der Verpflichtung von Alex Uhlig auf ein vertrautes Gesicht: "Alexandra ist eine Allrounderin, die bis auf Rechtsaußen alle Positionen spielen kann. Sie ist eine Kämpfernatur, eine Type mit Herz und Mund am rechten Fleck." Leukefeld hat Uhlig schon zu seiner Zeit als Bundestrainer betreut. Gemeinsam wurden sie Dritte bei der Jugend-EM 1999 und bei der Juniorinnen-WM 2001 sowie Neunte bei der Frauen-EM 2000. Unter Leukefeld bestritt Alexandra Uhlig 1999 ihr erstes Länderspiel mit der A-Nationalmannschaft. Insgesamt wurden es 26, in denen sie 69 Tore erzielte.

Nach überstandenem Kreuzbandriss ist Alexandra Uhlig am Mittwoch wieder in das Mannschaftstraining eingestiegen. Dass sie nun von einem Top-Team zu einem Aufsteiger wechselt, hat ihr keine schlaflosen Nächte bereitet. "Der THC ist kein typischer Aufsteiger. Das ist eine sehr gute Mannschaft, von der in der nächsten Saison sicher viel zu erwarten ist", ist Uhlig überzeugt. Neben dem Handball will sich die gelernte Groß- und Einzelhandelskauffrau auf ihr Studium an der Uni Erfurt konzentrieren. Staatswissenschaft mit den Schwerpunkten Wirtschaft und Recht hat sie sich ausgesucht. Das Studium und die Nähe zu Freund und Familie waren ein weiterer Grund für Uhlig näher an ihre Leipziger Heimat zurückzuziehen. Ihr Freund Christian Pöhler ist Co-Trainer bei Männer-Erstligist Concordia Delitzsch.

Das Handball-Talent wurde Alexandra Uhlig schon in die Wiege gelegt. Mutter Petra spielte über 250 mal für die DDR und gewann so ziemlich alles, was zu gewinnen war. Alexandra durchlief in Leipzig seit 1992 alle Jugendmannschaften bis sie 1998 mit dem HCL in der 1. Bundesliga spielte. 1999 und 2002 wurde sie Deutsche Meisterin, 2000 gewann sie den DHB-Pokal. 2004 wechselte Uhlig nach Leverkusen. Mit Bayer gewann sie 2005 den EHF Challenge Cup.