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18.03.2011 16:23 Uhr - Pokal der Pokalsieger - red

Vorfreude: Blomberg im Europa-Doppelpack

Am Wochenende steht für die HSG Blomberg-Lippe Handball gleich im Doppelpack an. Gegen die Schwedinnen von Lugi Lund tritt die HSG im Viertelfinale des Europapokals der Pokalsieger in beiden Partien zuhause an und will ins Halbfinale einziehen.

"Dass wir im Viertelfinale des Europapokals der Pokalsieger gegen den schwedischen Vertreter Lugi Lund nicht nur in unserer Sporthalle an der Ulmenallee, sondern auch in der Mindener Kampahalle spielen, hat für mich einen ganz speziellen Reiz: Über mein früheres Engagement als Trainer in Stemmer habe ich Minden sehr gut kennengelernt und weiß um das dort gegebene gute Umfeld für Frauenhandball", schaute Trainer Andre Fuhr voraus.

"Es ist ein beliebtes Unterfangen, diese Spiele in die Vereinshistorie einzuordnen und mit dem Play-off-Halbfinale sowie dem Pokalendspiel 2010 zu messen, aber dem verweigere ich mich ein wenig", sagt Fuhr, "natürlich ist es unbestritten ein großer Erfolg, in einem hochwertigen europäischen Wettbewerb wie dem EC der Pokalsieger in der Runde der letzten Acht zu stehen und sich mit dem Tabellenzweiten der schwedischen Liga messen zu dürfen. Besonders charmant ist unser Vergleich mit Lund zudem, da beide Vereine ein ähnliches, auf die Integration junger Spielerinnen angelegtes Konzept verfolgen. Als Beispiel nenne ich da die erst 18 Jahre junge Rückraumspielerin Maria Adler, die im laufenden Wettbewerb bereits 22 Tore erzielte."

Der doppelte Heimauftritt hat für die HSG noch andere positive Folgen, weiß Fuhr: "Dass wir nach dem Verzicht auf unser Heimrecht sowohl gegen Minsk als auch gegen Reykjavik diesmal auf Reisestrapazen verzichten können, kommt uns mit Blick auf das folgende Bundesliga-Programm sehr gelegen. Dabei verlieren wir den Alltag nicht aus dem Auge: Nach bereits sicherer Play-off-Qualifikation steht uns in der Bundesliga schon am kommenden Mittwoch der nächste Kracher bevor, wenn wir beim Tabellenführer Thüringer HC antreten müssen - drei Tage später kommt der Deutsche Meister HC Leipzig zum Abschluss der Hauptrunde zu uns."

Das sei aber noch in ferner Zukunft, meint Fuhr: "Ich möchte nicht über unsere Aussichten in diesen von der Papierform her ungleichen Duellen spekulieren, sondern im Rückblick auf unsere 26:31-Niederlage in Buxtehude lieber noch einmal etwas Grundsätzliches ansprechen", so Fuhr, der von seiner Mannschaft mehr Leidenschaft sehen will: "Wir haben gegen den BSV über weite Strecken sehr guten Handball gezeigt, aber wir müssen lernen, in den entscheidenden Phasen noch mehr zu kämpfen. Wenn das spielerische Potenzial ausgeschöpft ist, gewinnt letztlich die Mannschaft, die den Sieg mehr verlangt. Das können wir auch - ich erinnere da nur an unsere Europapokalspiele in Reykjavik. Diese Tugend brauchen wir dringend, denn in dieser Saison haben wir keine Aufgabe mehr vor uns, die wir allein mit spielerischen Mitteln lösen können."



cs