18.03.2011 08:00 Uhr - 1. Bundesliga - PM Vereine / red

Das entscheidende Duell: Rosengarten erwartet Trier

In der Handballbundesliga der Frauen kommt es am vorletzten Spieltag zum mit Spannung erwarteten "Katzenduell" zwischen den "Luchsen" aus Rosengarten/Buchholz und den "Miezen" aus Trier. Mit einem Sieg kann das Trierer Team die Entscheidung um den Klassenerhalt bis zum letzten Spieltag vertagen und so die Chance auf den Verbleib in der ersten Bundesliga wahren.

Die Jagd nach Katzenart erfolgt in drei Phasen. Anschleichen, anspringen und zubeißen. Die Miezen aus dem Süden Deutschlands haben die Jagd begonnen. Mit dem Sieg gegen Oldenburg sind sie ganz nah an die Luchse herangekommen. Die Raubkatzen aus dem Norden haben mit einem Punktgewinn gegen Göppingen ihre Krallen gezeigt und etwas Distanz geschafft. Nun trennen beide Teams drei Punkte. Die Luchse haben die deutlich bessere Ausgangssituation.

Sie brauchen nur einen Punkt. Dann ist ein weiteres Jahr in Deutschlands Eliteliga gesichert. Gelingt den Miezen in der NordHeideHalle die fette Beute, dann müssen sie auch am letzten Spieltag noch mindestens einen Punkt gegen Frankfurt holen, um an der SGH Rosengarten/Buchholz vorbeizuziehen. Mit anderen Worten: Auch wenn die SGH gegen Trier und am letzten Spieltag gegen Buxtehude verliert, könnten sie erstklassig bleiben.

Fauchen, kratzen, beißen - beide Teams werden versuchen, dieses so wichtige Spiel für sich zu entscheiden. "Wir wollen unbedingt gewinnen", so SGH-Coach Martin Hug. Mit Willemijn Karsten und Jelena Popovic verfügt Trier über einen sehr guten Rückraum. Über die Außenpositionen starten pfeilschnelle Spielerinnen zu Gegenstößen. Die Miezen spielen geduldig ihre Angriffe aus und warten auf die sich bietenden Torchancen. Die SGH ist bekannt für ihren Willen und ihre Leidenschaft. "Wir werden Trier mit einer willensstarken Abwehr begegnen", kündigt Martin Hug vor dem wichtigen Spiel an.

"Das wird ein hartes Spiel auf Augenhöhe und die Mannschaft mit den besseren Nerven wird wohl siegen", erklärt Miezentrainer Thomas Happe die Ausgangssituation vor dem Spiel gegen den Tabellenzehnten. Angesichts der Bedeutung dieser Partie macht sich das Trierer Team bereits am Freitag auf den Weg ins Hamburger Umland, die Fans folgen ihnen am Samstag. Die Chancen stehen scheinbar 50:50, auch wenn Trier in der Rückrunde den stärkeren Eindruck hinterlassen hat: "Ich denke, es wird viel los sein in Rosengarten und ich bin froh, dass mit dem Schiedsrichtergespann Harms/Mahlich ein erfahrenes Duo aus dem Elitekader für ein faires Spiel sorgen wird", so Happe. Personell kann Happe einigermaßen aus dem Vollen schöpfen, wenngleich Antonia Pütz ebenso wie Toptorschützin Jelena Popovic, die seit der Partie gegen Buxtehude mit Knieproblemen kämpft, angeschlagen in das vorentscheidende Spiel gehen.

Im Hinspiel hatten die Miezen in eigener Halle eine schwache Leistung gezeigt und verdient mit 27:34 verloren. Diesmal aber will Trier sich die Butter nicht vom Brot nehmen lassen und so die Chance auf den Klassenerhalt nicht aus der Hand geben: "Die Mannschaft will das schaffen und ich denke, wir werden somit alles geben können, wenngleich unsere personelle Decke nach wie vor knapp ist", erklärt Happe und verweist auf die jüngsten Erfolge: "Unser Trumpf ist der Kampf. Mit Ausnahme des Spiels gegen Leipzig haben wir damit erfolgreich gespielt. Darum gilt es auch gegen Rosengarten unbedingt zu kämpfen."