19.02.2011 01:03 Uhr - 1. Bundesliga - PM Vereine

Bietigheim will Elfen ärgern, Leverkusen bangt um Woltering

Einsatz ungewiss: Clara WolteringEinsatz ungewiss: Clara Woltering
Quelle: Heinz J. Zaunbrecher
Es ist ein neues Reiseziel, das die Elfen in dieser Saison ansteuern. Zum ersten Mal in der nun 36-jährigen Bundesligageschichte führt die Bayer Handballdamen der Weg zu einem Ligaspiel nach Bietigheim. Der Aufsteiger steckt mitten im Abstiegskampf, benötigt jeden Zähler für eine weitere Spielzeit in der Beletage. „Mit dem Sieg über Rosengarten sind sie nun etwas im Aufwind“, erklärt Renate Wolf.

„Wir wollen alles versuchen um einen Großen der Liga vor heimischem Publikum zu ärgern!“ Deutlicher könnte die Marschrichtung von SG-Trainer Severin Englmann vor der Partie gegen den Tabellenvierten aus dem Rheinland fast nicht vorgegeben werden. Dass auch die so genannten kleinen Teams zum Stolperstein für einen Favoriten werden können, haben erst unter der Woche die Trierer Miezen bewiesen, die dem VfL Oldenburg eine deutliche Niederlage beibrachten.

Für die Elfen-Trainerin, die derzeit noch um den Einsatz von Deutschlands Handballerin des Jahres Clara Woltering bangt, ist der Ausrutscher der Niedersächsinnen aber auch die Möglichkeit den Platz unter den besten vier Mannschaften abzusichern. Dieser garantiert in der ersten Playoff-Runde das Rückspielheimrecht. „Diese Chance wollen wir natürlich nutzen und für Sicherheit sorgen“, so Wolf mit Blick auf die Tabelle, in der die Elfen derzeit sechs Minuspunkte weniger gegenüber dem derzeitigen Fünftplatzierten aufweisen.

Im Hinspiel konnten die Enztalerinnen gut eine Halbzeit lang heftigsten Widerstand leisten, doch zu Beginn des zweiten Durchgangs sorgten die Elfen dann für klare Verhältnisse. „Bietigheim hat seine Mannschaft gegenüber damals noch einmal verändert und in der Winterpause zwei erfahrene Kroatinnen verpflichtet“, so Wolf, die abschließend erklärt: „Wir haben uns gewissenhaft vorbereitet und wollen an die guten letzten Ergebnisse anknüpfen.“

Nicht mit von der Partie ist bei der SG die ehemalige Leverkusenerin Sara Walzik. Aufgrund der Nachwehen ihrer Weisheitszahn-OP wird sie weiterhin fehlen. Wieder mit von der Partie ist bei den Enztalerinnen Youngster Linda Mack. Die 19-Jährige hatte sich im Pokalspiel beim TV Nellingen den Finger gebrochen und war seither ausgefallen. Ihre Heimpremiere wird auch Beate Scheffknecht feiern. Die junge Österreicherin konnte nach ihrer langwierigen Schulter-Verletzung am vergangenen Wochenende in Frankfurt/Oder erstmals eingesetzt werde.