badfetish.org tryfist.net trydildo.net

09.01.2011 18:25 Uhr - DHB-Pokal - Felix Buß - handball-world.com

Pokal-Lehrstunde: Zweitligist Nellingen eliminiert Bietigheim

Christine Gall ist mit Nellingen eine Runde weiter.Christine Gall ist mit Nellingen eine Runde weiter.
Quelle: sportseye.de
500 Zuschauer feierten am Sonntagabend in der Nellinger Sporthalle 1 das Weiterkommen der "Schwaben Hornets" in die vierte Pokalrunde. Schnell hatte das Team von Stefan Haigis die SG BBM Bietigheim mit 6:2 distanziert und erarbeitete sich bis zur 20. Minute eine 12:5-Führung, die die konzentriert arbeitenden Gastgeberinnen noch ausbauen konnten. Zu harmlos war der Bundesligist, fand in der Defensive ohne die freigestellte Jenny Karolius nur phasenweise zusammen und konnte auch in der Offensive zu keinem Zeitpunkt das eigene Spiel zur Geltung bringen. Letztlich gewinnen die Schwaben Hornets Ostfildern überlegen und durchsetzungsfreudig mit 30:21 (14:9). Daniela Stratmann (12/5) war die beste Werferin des Filderteams, Helena Frank ragte bei den Gästen mit sechs Treffern heraus.

Die Schwaben Hornets hatten den besseren Start, die Gäste der SG BBM Bietigheim starteten in fremder Halle nervös und hatten in Angriff wie Abwehr zunächst große Probleme, die motivierten Gastgeberinnen in Schach zu halten. Ohne die freigestellte Kreisläuferin Jenny Karolius musste sich das Team von Severin Englmann erst sortieren. Helena Frank nahm die Position von Karolius ein und warf nach vier Minuten den ersten Gästetreffer zum 1:3. Spielerisch klappte beim Erstligisten aber kaum etwas. Die Hornets konnten sich indessen auf ihre Antrittsstärke und Torfrau Andrea May verlassen. Schulz erhöhte nach acht Minuten auf 6:2 und Englmann beantragte die Auszeit. Einige Sekunden liefen ab, ehe sich die Gästespielerinnen um ihn versammelten.

Wieselflink setzte sich Christine Gall danach erneut durch und erkämpfte einen Strafwurf für die Nellingerinnen, den Stratmann verwertete. Neun Minuten hatten dem Zweitliga-Spitzenteam genügt um den Gegner mit fünf Toren zu distanzieren. Der Ball lief rund beim Filderteam, auch wenn nicht alle Würfe das Weg ins Ziel fanden und die Gastgeberinnen leicht mit acht oder mehr Toren hätten führen können. Der SG BBM Bietigheim fehlten aber die spielerischen Mittel um diese Mängel aufzudecken und zu nutzen. Mit dem 4:8 (14.) von Sara Walzik gelang lediglich ein Gegenstoß, die Offensive der SG war geradezu harmlos und brachte den Klassenvorteil nicht auf die Platte.

Englmann stellte um und beorderte die ineffektive Aneta Peraica von der Königsposition auf den ihr angestammten Flügel. Mit Renata Knezevic nahm der zweite BBM-Neuzugang des Jahres die Position der Landsfrau ein, Anita Koziol rückte an den Kreis und Jurgita Markeviciute übernahm die Regie. Hornets-Trainer Stefan Haigis gab die passende Antwort mit einer offensiveren Abwehrvariante, die durch ihre Beinarbeit glänzte. Schulz konterte zum 12:5 (20.). Gar zu leicht verwaltete der Zweitligist den Vorsprung, auch wenn die so umformierten Gäste nun mehr Gefahr ausstrahlten, ahnte Andrea May häufig die Wurfrichtung, während Natascha Schilk auf der Gegenseite sich häufig allein gelassen fühlen musste.

Kurz vor der Pause musste Stefan Haigis sein Team dennoch lautstark wecken, die Konzentration hatte ob des bequemen Vorsprungs sichtlich nachgelassen und es machte sich etwas Hektik breit in der Offensive. Die SG BBM glaubte an sich, zeigte in der Abwehr den nötigen Einsatz. Lediglich Wurfpech verhinderte eine wirkliche Aufholjagd, als Helena Frank das 9:14 (30.) erzielte. Das 10:14 kratzte Andrea May kurz vor der Sirene von der Linie. Eine 5:1-Abwehr mit Knezevic an der Spitze und Anja Friedrich zwischen den Pfosten sollten den Rückstand zunichte machen. Allerdings waren die Lücken weiter zu groß und nach einem Treffer von Schulz und einer Siebenmeter-Parade von Schneider segelte Ostfildern weiter mit dem Wind. 17:10 hieß es nach 34 Minuten.

Der Widerstand der SG BBM schien gebrochen, als Daniela Stratmann kaum vier Minuten später auf 21:11 erhöhte. Eine doppelte Manndeckung ließ Stefan Haigis aber bald darauf zu einer frühen Auszeit greifen um taktische Anweisungen zu geben. Nellingen setzte auf die eigene Antrittsstärke und im Tor verhinderte Celia Schneider, dass die SG aufschließen konnte. 11 Minuten vor Abpfiff lagen beim Stand von 23:16 noch immer sieben Tore zwischen den Kontrahentinnen, wobei sich die Gäste nun über eine Steigerung in der Abwehr ein Chancenplus erarbeiten konnten und drei Tore in Folge erzielt hatten. Helena Frank versenkte beim 18:25 zum fünften Mal. Auf der Gegenseite übernahm Daniela Stratmann mit drei Treffern in Folge Verantwortung. Mit ihrem elften Treffer zum 28:19 (57.) war sie es, die das 30:21-Weiterkommen der Gastgeberinnen zementierte.

Stimmen zum Spiel

Severin Englmann, Trainer SG BBM Bietigheim
Es war eine Partie mit völlig unterschiedlichen Vorzeichen: Eine Mannschaft hat einen Hype und auch die Qualität, es ist sicher eine Mannschaft, die um den Aufstieg mitspielen muss. Wir haben ganz entscheidende Spiele verloren, daher ist es psychologisch hart, hier spielen zu müssen. Wir haben unheimlich viele Chancen liegen lassen. Es ist sicher auch eine Kopfsache. Wir wollen sicher auch mal rauskommen aus diesem Loch, aber wir müssen weiter dran arbeiten, dass wir von Beginn an ins Spiel starten. Das ist uns in dieser und auch in den letzten Partien nicht gelungen. Auf das Tempo von Nellingen waren wir vorbereitet, konnten es aber nicht verhindern, konnten nicht dagegenhalten. Nach der 5:1-Umstellung hatten wir ein paar gute Ballgewinne, waren aber nicht konsequent genug und haben einige Chancen liegen lassen. Wir haben unsere Gegenstöße einfach nicht in Zählbares umgewandelt.

Stefan Haigis, Trainer TV Nellingen
Stefan Haigis: "Ungewöhnlicher Termin heute am Sonntag, aber ein gutes Publikum, vielen Dank. Wir haben ein gutes Tempo gespielt und aus meiner Sicht mit einer gesunden Härte agiert. Eine gute Verteidigung, dahinter zwei sehr gute Torhüterinnen. Daher geht der Sieg für mich auch in der Höhe in Ordnung. Wir hatten seit einem Monat kein Wettkampfspiel und haben auf die Umstellungen des Gegners träge reagiert. Wir haben aber irgendwann reagiert und konnten auch ein 0:3 verkraften. Ich muss insbesondere Marion Radonic ein Lob zollen: Sie hat die Abwehr gut organisiert und auch vorne ein gutes Spiel gemacht. Weiterhin wünsche ich mir, dass Bietigheim noch ein paar Punkte holt und in der 1. Liga bleibt. Vielleicht auch über den Weg, dass der eine oder andere Verein die Lizenz für die nächste Saison nicht bekommt, weil nicht überall integer gewirtschaftet wird.





cs