02.01.2011 18:04 Uhr - 1. Bundesliga - red und PM Leverkusen

Buxtehude hält Leverkusen auf Distanz

Buxtehude setzte sich gegen Leverkusen durchBuxtehude setzte sich gegen Leverkusen durch
Quelle: Heinz Zaunbrecher
Nach der Niederlage in Frankfurt/Oder hat der Buxtehuder SV wieder in die Spur zurückgefunden, während Spitzenreiter Thüringer HC einen Punkt in Oldenburg ließ, punktete der Tabellenzweite gegen Verfolger Leverkusen doppelt. Lange hatte der Vizemeister vorgelegt, doch Mitte des zweiten Abschnitts drehte der Gastgeber die Begegnung, daran änderten auch je sieben Treffer der Nationalspielerinnen Loerper und Steinbach nichts. Für Buxtehude war Steffi Melbeck mit sechs Toren am erfolgreichsten.

Den Start in die Partie hatte sich Renate Wolf sichtlich anders vorgestellt. Die Abwehr packte nicht beherzt genug zu, vorne fehlte die Präzision, um zum Torerfolg zu kommen. Bereits nach vier Minuten legte die Elfen-Trainerin die Grüne Karte am Zeitnehmertisch ab und Laura Steinbach, am Ende mit sieben Feldtoren Leverkusens torgefährlichste Waffe, beendete wenig später die Torflaute mit ihrem Treffer zum 1:4.

Es sollte sich eine von der Taktik geprägte erste Halbzeit entwickeln. Kaum hatten sich die Elfen auf einen Treffer herangekämpft, da drehte BSV-Trainer Dirk Leun in seiner Auszeit an einer weiteren Stellschraube, Josephine Techert nahm sich ein Herz und sorgte mit einem Doppelpack zum 8:5 (17.) für etwas Luft. Doch Wolf hatte für die Hausherrinnen noch eine unangenehme Aufgabe auf Lager. Mit einer 5:1-Abwehr mit Elli Garcia als vorgezogene Deckungsspielerin drehten die Elfen die Partie und gingen mit einer verdienten 11:10-Führung in die Pause.

Es hatte sich das erwartet attraktive und temporeiche Spiel entwickelt und zu Beginn konnte erneut Techert mit einem Doppelpack aus schnellen Gegenangriffen die Führung für den BSV zurückerobern. Aber die Elfen schlugen blitzschnell zurück, angeführt von Anna Loerper und Laura Steinbach legten die Rheinländerinnen den Spielstand vor und führten gar einmal mit drei Toren (13:16). Doch Buxtehude überwand wenig später seine Schwachstelle von den Außenpositionen und im Tor hatte sich Debbie Klijn die Würfe von Steinbach lesen gelernt.

Hinzu kamen einige unpräzise und überhastet abgeschlossene Angriffe, die den Spielstand kippen ließen. Bis auf 23:19 (54.) waren die Niedersächsinnen enteilt. Mit der Einwechslung von Anne Jochin für den halbrechten Rückraum wurde die Offensive noch einmal merklich belebt, den Elfen gelang durch Anna Loerper der Anschlusstreffer zum 23:22, aber Lütz traf postwendend von Rechtsaußen.

Die Entscheidung in der Partie fiel von der Strafwurflinie. Anna Loerper scheiterte zunächst an Klijn, auf der Gegenseite machte Melbeck den Sieg perfekt. Der Wurf dicht über den Kopf von Woltering zeigte jedoch auch, wie groß die nervliche Belastung bei Buxtehude war. Laura Steinbach krönte ihre gute Partie mit ihrem siebten Treffer zum 25:23-Endstand.