08.12.2010 00:46 Uhr - Europameisterschaft - chs

Toptorschützin Visser, Knezevic sieht erste Rote Karte

Die ersten Partien sind gespielt. Schon viele vermeintliche Top-Nationen mussten gleich zu Beginn eine Niederlage verkraften. Nicht nur die deutsche Mannschaft, sondern auch Weltmeister Russland, Vizeweltmeister Frankreich und Vizeeuropameister Spanien konnten ihre Auftaktpartie nicht zu ihren Gunsten entscheiden. Doch wer könnten die Stars des Turniers werden? Welche Mannschaft ist im Titelrennen vorne zu erwarten? Wir werfen einen ersten Blick in die Handball-World.com-Datenbank.

7 Tore, 4 Siebenmeter, aber auch 2 Zeitstrafen: Isabelle Gullden7 Tore, 4 Siebenmeter, aber auch 2 Zeitstrafen: Isabelle Gullden
Quelle: Katja Boll
399 Tore fielen am ersten Spieltag, das sind dank starker Abwehrreihen und guter Torhüterleistungen nur etwas weniger als 50 Tore im Schnitt pro Partie. Die meisten Tore gab es in Dänemark zu sehen, in Aalborg wurden insgesamt 111 Treffer erzielt, die in Aarhus ausgespielte Gruppe B gab es 106 Tore zu sehen. Dort fand zwischen Kroatien und Island das mit 60 Toren torreichste statt. Die wenigsten Tore gab es hingegen aufgrund des 25:13-Erfolges der Niederlande über die Ukraine in Larvik zu sehen, wo lediglich 90 Tore fielen.

Bei den Torschützinnen hat sich hingegen mit Maura Visser eine Niederländerin an die Spitze der Torschützenliste gesetzt. Die Rückraumspielerin vom dänischen Erstligisten KIF Vejen überzeugte vor allem mit ihrer Nervenstärke von der Strafwurflinie. Alle sieben Versuche saßen, hinzu kamen noch drei Tore aus dem Feld – keine andere Spielerin traf zweistellig. Auf den Plätzen folgen Bojana Popovic (Montenegro), Cristina Varzaru (Rumänien, je 9/3) und Kristina Franic (Kroatien, 9/6). Beste Feldtorschützin ist hingegen die rumänische Kreisläuferin Ionela Stanca (7).

Auch die erste Rote Karte des Turniers wurde bereits vergeben. Die Montenegrinerin Milena Knezevic musste nach drei Zeitstrafen vorzeitig das Parkett verlassen. Insgesamt fünf Spielerinnen mussten bereits zweimal auf die Strafbank, darunter auch die beiden Schwedinnen Isabell Gullden und Sabina Jacobsen. Hinzu kommen die Rumänin Adina Fiera, die Isländerin Rut Arnfjord Jonsdottir und die Dänin Rikke Skov. Insgesamt sprachen die Schiedsrichter 48 Zeitstrafen aus, im Schnitt also drei Zeitstrafen pro Mannschaft.