30.11.2010 17:20 Uhr - International - Frank Härterich - handball-world.com

Wechselt Heidi Løke nach dieser Saison nach Györ?

In den norwegischen Medien sorgt seit Kurzem eine Meldung für Aufsehen. Nachdem Larvik vor dem Start dieser Saison bereits mehrere Starspielerinnen unter Vertrag genommen hat, um nun die Champions League gewinnen zu können, sieht es aktuell so aus, dass die erste langjährige Spielerin das Starensemble verlassen will. Größte Chancen auf die Dienste einer der weltbesten Kreisläuferinnen hat das Team einer Landsfrau in Ungarn. Angeblich sind die Gehaltsforderungen der Grund für den Abgang nach der Saison. Dieses soll nach Informationen der Medien auf Wunsch von Løke um 60% angehoben werden. Da wollte der Verein nicht mitziehen und den - nach dieser Saison auslaufenden - Vertrag zu deutlich geringeren, als den von Løke geforderten, Bezügen verlängern.

Heidi LøkeHeidi Løke
Quelle: Michael Heuberger
“Heidi Løke verlässt Larvik nach dieser Saison” war die Schlagzeile in der norwegischen Zeitung VG und schockte damit die norwegische Öffentlichkeit und das Umfeld von Larvik. Als neuer Arbeitgeber der blonden Kreisläuferin gilt der ungarische Topklub aus Györ, bei dem bereits Katrine Lunde Haraldsen zwischen den Pfosten steht. Allerdings buhlen auch andere Vereine um die Dienste der Weltklasse-Kreisläuferin.

Das Gerücht geisterte bereits seit Wochen durch die Internetforen im Land der Wikinger und nun gab es ausgerechnet von Løkes Bruder Frank, der beim TuS N-Lübecke spielt, die Wechselabsichten seiner Schwester preis. “Es gab Vertragsgespräche, aber diese wurden nicht fortgesetzt. Der neue Vertrag kann schon vor der Europameisterschaft unterschrieben sein, aber das ist noch nicht geklärt Wir gehen damit schon jetzt an die Öffentlichkeit, damit sich Heidi ganz auf die EM konzentrieren kann”, sagte der Kreisläufer der norwegischen Nachrichtenagentur NTB.

Løkes Trainer und Lebensgefährte Karl-Erik Bøhn, dessen Vertrag erst 2012 endet, sagte zu diesem Thema dem norwegischen Internetportal VG Nett, dass er sich aus den Vertragsverhandlungen komplett herausgehalten habe. Sportlich gesehen sei dieser Vorgang nichts Besonderes. Bøhn will aus diesen Gründen keine Bewertung abgeben und gab an, dass die Klubführung alles getan habe, was dieses Gremium hätte tun können. Beim Champions-League-Gegner des HC Leipzig überschlagen sich somit die Ereignisse und auch beim norwegischen Nationalteam sorgt diese Meldung in der Vorbereitung für Unruhe.