19.11.2010 04:00 Uhr - 2. Bundesliga Nord - Marcel Gohlke - PM Union Halle-Neustadt

Halle gegen Berlin – Schulze und Schorradt neu im Kader

Nachdem beim letzten Heimspiel die „Raubmöwen“ aus Travemünde in der Unihalle zu Gast waren, wartet der SV Union Halle/Neustadt am Samstag auf den nächsten tierischen Vereinsnamen. Die „Spreefüxxe“ von der SG BVB Füchse Berlin sind als Favorit auf die Play-off Plätze gestartet, legten aber einen ähnlichen Saisonstart wie die Gastgeberinnen hin. Wie die Hallenserinnen verlor man gegen Travemünde, Harrislee und auch gegen Greven. Gegen das Team aus dem Münsterland spielen die Wildcats im nächsten Heimspiel am 12.12.2010.

Die Füchse, die ein Spiel weniger als die Wildcats bestritten haben, liegen zurzeit auf dem siebten Tabellenplatz und haben durch den Heimerfolg letzte Woche gegen Wismar (36:29) wieder alle Chancen, sich im oberen Tabellenfeld festzusetzen. Hinzukommt, dass die Berlinerinnen ein, allerdings mehr als schweres Nachholspiel gegen den aufgerüsteten Aufsteiger Wolfsburg haben. „Für uns war der Sieg gegen Wismar ein weiteres Spiel auf dem Weg zur mannschaftlichen Geschlossenheit, nachdem die letzten Spielerinnen erst Mitte Oktober zur Mannschaft gestoßen sind. Die aktuelle Tabelle gibt nicht den tatsächlichen Leistungsstand der Mannschaften wieder“, so Britta Lorenz von den Spreefüxxen Berlin.

Der Stammverein BVB Berlin ist eine Mannschaft mit viel Tradition und bekannten Gesichtern, die sich in der letzten DDR-Oberliga-Saison 1990/91 für die Bundesliga qualifizierte. Auch wenn das Gastspiel in der höchsten Spielklasse zunächst nur ein Jahr dauerte, hat sich der Verein in den letzten 17 Jahren zu einer zuverlässigen Adresse im deutschen Frauenhandball entwickelt. Als Meister der 2. Bundesliga Nord stieg der Verein 1997 erneut in die Bundesliga auf, dieses Mal war er zwei Jahre dabei. 2001 errang man erneut die Meisterschaft der 2. Bundesliga Nord, ein Jahr Bundesliga folgte. In der Saison 2004/05 qualifizierten sich die Berlinerinnen für die Relegationsspiele um den Bundesliga-Aufstieg, scheiterten aber bereits in der ersten Runde an Süd-Meister Frisch Auf! Göppingen (23:24, 25:31). Insgesamt hat der Verein seit 1991 vier Jahre in der 1. Bundesliga und die restlichen 13 Jahre in der 2. Bundesliga gespielt.

Zur Saison 2009/10 schlossen sich die Damenmannschaften des SV Berliner VG 49 und der Reinickendorfer Füchse dann für den Bundesligaspielbetrieb zur SG BVB Füchse Berlin (Spreefüxxe) zusammen und zogen sogleich als Zweiter in die Aufstiegs- Playoffs ein. Leistungsträger der Mannschaft sind Alexandra Sviridenko, Juliane Rüh und Maria Bohle. Eine weitere wichtige Rolle spielte auch Sandra Woycieszack. Die Rückraumspielerin, welche auch schon das Trikot der Wildcats trug, ist schwanger und fällt somit in dieser Saison aus.

Edgar Fahrenwald, der Trainer der Spreefüxxe kann in Halle mit seinem vollen Kader rechnen. Auch sein gegenüber Arne Kühr hat sich personelle Verstärkung gesucht. Mit Jessika Schulz, die bereits in Altlandsberg ihren ersten Treffer erzielt hat er eine optimale Ergänzung im Rückraum und auf der Außenposition. Die rote Karte von Monic Burde aus dem Spiel gegen Altlandsberg hat keine Auswirkungen auf das kommende Bundesligaspiel gegen den BVB Berlin. Damit man aber langfristig die Totalausfälle von Debby Aubrecht und Katrin Lucka ersetzen kann und bei Verletzungen nicht so große Sorgenfalten bekommt wie in den letzten Wochen hat man auf den Kooperationspartner HC Leipzig zurückgegriffen. Mit Tanja Schorradt und Luisa Schulze werden zwei Nachwuchstalente mit einem Zweitspielrecht für Halle ausgestattet und stehen Arne Kühr mit Abstimmung von HCL Coach Heine Jensen ab sofort zur Verfügung.