17.11.2010 12:22 Uhr - 1. Bundesliga - PM HC Leipzig

Vor Hypo kommt der FHC: Leipzig weiter im Stress

Nach der 27:31 Niederlage in der Champions League gegen den spanischen Meister S.D.Itxako machte sich zunächst Ernüchterung breit im Lager des HC Leipzig. Die durch zahlreiche Ausfälle dezimierte Jensen-Sieben hatte dem Favoriten aus dem Süden lange Zeit Paroli geboten und wusste auch kämpferisch zu überzeugen. Doch am Ende setzte sich die individuelle Klasse Itxakos durch und der erhoffte Punktgewinn, welcher den Einzug in die Runde der weltbesten acht Teams bedeutet hätte, blieb leider aus.

HCL-Coach Heine Jensen fand allerdings direkt nach der Partie auch deutliche Worte: "Vor allem in der Defensive haben wir in der ersten Halbzeit heute nicht das gezeigt, was wir können und im Angriff sind einfach zu viele Chancen ungenutzt geblieben. Vierzehn mal Pfosten oder Latte ist trotzdem kein Tor, solche Tage gibt es einfach. Wenn man auf diesem Niveau und gegen einen Gegner wie Itxako erfolgreich bestehen will, darf man sich solche Fehler einfach nicht leisten. Am kommende Samstag haben wir beim alles entscheidenden Auswärtsspiel in Wien aber dennoch alles selbst in der Hand und werden versuchen, unser großes Ziel vom erneuten Einzug in die Hauptrunde der Champions League zu erreichen. Fakt ist, das wir durch unsere Siege in der Champions League definitiv nicht mit leeren Händen da stehen, da wir selbst bei einer Niederlage im Cupwinners Cup weiter spielen würden."

Vor dem "Endspiel" gegen Hypo am Samstag empfängt der Deutsche Meister jedoch bereits am kommenden Mittwoch um 17.00 Uhr den FHC Frankfurt/Oder zum Bundesligaderby in der heimischen Arena, welches zudem in voller Länge von LTV ab 21 Uhr übertragen wird. Das Team von Trainer Dietmar Schmidt, welches derzeit den zehnten Tabellenrang belegt, reist mit der Top-Torschützin der Bundesliga Franziska Mietzner (94 Treffer) in die Messestadt.

Zum kommenden Gegner meint Jensen weiter: "Welche Klasse der FHC besitzt, hat bereits das Hinspiel in Frankfurt gezeigt. Die Mannschaft hat uns richtig gefordert und das Spiel lange Zeit offen gehalten. Zudem ist das Team meiner Meinung nach besser, als der derzeitige Tabellenstand es aussagt. Wir müssen jetzt regenerieren so gut es geht und unseren Fokus auf Frankfurt richten."