27.10.2010 21:21 Uhr - 1. Bundesliga - PM Leverkusen

Leverkusen nutzt Bietigheimer Black-Out nach der Pause

Stefanie Schriever bekam ihre Einsatzzeit gegen BietigheimStefanie Schriever bekam ihre Einsatzzeit gegen Bietigheim
Quelle: Heinz Zaunbrecher
Dank einer Leistungssteigerung im zweiten Heimspiel haben die Bayer-Handballerinnen ihr Heimspiel gegen die SG BBM Bietigheim deutlich mit 29:21 (12:12) gewonnen. Marlene Zapf (8/4) und Laura Steinbach (5) erzielten die meisten Tore für die Elfen. Für den Aufsteiger traf Helena Frank (6) am häufigsten.

Trainerin Renate Wolf hatte bereits im Vorfeld davor gewarnt die Gäste auf die leichte Schulter zu nehmen. Und die SG BBM Bietigheim, die auch über eine Halbzeit lang den Buxtehuder SV in arge Bedrängnis gespielt hatte, legte nach rund fünf Minuten den Respekt vor den Elfen ab und führte nach einem 5:0-Lauf mit 7:4 (16.). Kurze Zeit später hatte Renate Wolf genug. Als die Gäste durch Helena Frank auf vier Tore (5:9) davon gezogen waren machte die Elfen-Trainerin zwölf Minuten vor der Pause von ihrer Auszeit Gebrauch.

„Was da abgelaufen ist bezeichne ich als arrogant und hochnäsig. Die Mannschaft war in den ersten zwanzig Minuten gar nicht da“, so Renate Wolf nach der Partie, die ergänzte: „In dieser Phase hat Bietigheim zurecht geführt.“ In der Abwehr standen die Elfen nun besser und bis zur Halbzeit kämpften sich die Bayer-Handballerinnen zu einem 12:12-Unentschieden heran. „Wir haben das gespielt, was wir können. Wir haben sehr gut in der Abwehr gestanden und vorne die richtigen Entscheidungen getroffen“, analysierte Hagen Gunzenhauser.

Den Start in die zweite Halbzeit verpatzten die Gäste völlig. Gegenstoß um Gegenstoß rannten die Elfen auf das Tor von Natascha Schilk. Nach sieben Treffern in Serie für die Elfen musste Hagen Gunzenhauser seine Auszeit nehmen. Für Elli Garcia war die Partie zu diesem Zeitpunkt nach einem Griff in den Wurfarm im Gegenstoß von Jurgita Markeviciute bereits beendet. „Wir sind aus dem Takt gekommen. Wir haben zwölf Minuten lang überhaupt keinen Tritt mehr gefasst und dann kommen noch einige Würfe hinzu, die dann an den Pfosten gingen. Leverkusen hat das im Stil einer Spitzenmannschaft erkannt und uns über die zweite Welle überrant“, so Gunzenhauser.

„Wir haben im zweiten Spielabschnitt eine völlig andere Mannschaft gesehen. Sie haben Gas gegeben, sie haben hinten in der Abwehr zugepackt, sie haben Bälöle geblockt, sie haben sich gegenseitig geholfen und sie haben vor allem die Lücken genutzt, die sich durch die offensive Abwehr von Bietigheim geboten haben“, war Renate Wolf begeistert von der Vorstellung ihrer Schützlinge und hob vor allem Anne Jochin hervor, die sowohl ihre Nebenspielerinnen im Rückraum wie auch die Kreisläuferinnen mehrfach gekonnt in Szene setzte.

Ein Torhüterinnenwechsel auf Anja Friedrich sollte für einen weiteren Impuls sorgen, doch bereits nach dem 21:13 durch Penda Bönighausen kehrte die österreichische Nationalkeeperin, die einen guten Tag erwischt hatte und eine höhere Niederlage verhinderte, ins BBM-Gehäuse zurück. Die Fronten waren klar abgesteckt. Trainerin Renate Wolf begann ihren Stammkräften Erholungspausen zu gönnen. Den Sieg ließen sich die Elfen nicht mehr nehmen. Vor allem, weil Laura Glaser im Tor nahtlos an die guten Leistungen von Clara Woltering anknüpfte. Am Ende stand ein souveräner 29:21-Erfolg zu Buche.