27.10.2010 19:21 Uhr - 1. Bundesliga - dpa/cie

HC Leipzig nach Arbeitssieg weiter Tabellenzweiter

Luisa Schulze erzielte fünf TrefferLuisa Schulze erzielte fünf Treffer
Quelle: Sebastian Brauner
Die Handballerinnen des HC Leipzig bleiben Tabellenführer Thüringer HC auf den Fersen. Der deutsche Meister setzte sich am Mittwochabend mit 30:23 (14:12) gegen Frisch Auf Göppingen durch und liegt nur zwei Punkte hinter dem Spitzenreiter. Vor allem Karolina Kudlacz zeigte vor 1584 Zuschauern in der Arena Leipzig eine gute Leistung und erzielte elf Tore. Mit fünf Treffern war Kreisspielerin Luisa Schulze die zweitbeste Leipzigerin. Auf Seiten der Gäste war Birute Stellbrink (7/2) die erfolgreichste Schützin.

Einen Fehlstart erwischte der HC Leipzig in der Arena, die nicht eingeplante Niederlage in der Champions League gegen Hypo Niederösterreich schien für einige Unsicherheit zu sorgen. Anita Herr brachte die Gäste in Führung und Birute Stellbrink erhöhte mit einem Doppelschlag auf 0:3. Leipzig vergab zudem den ersten Strafwurf, doch Eigengewächs Luisa Schulze zeigte sich wenig später nervenstark und setzte von der Siebenmeterlinie den ersten Treffer für den Favoriten, der sich aber auch in der Folge vor allem in der Offensive schwer tat. Bis zum 5:8 blieb der Abstand bei drei Toren, dann brachten Schulze und die Dänin Louise Lyksborg den deutschen Meister beim 7:8 allerdings auf ein Tor heran, beim 9:9 gelang Schulze der Ausgleich.

Leipzig schien die Begegnung in den Griff zu bekommen, Kudlacz legte die erste Führung nach. Allerdings blieb die Fehlerzahl im Spiel des Favoriten hoch, Göppingen konnte durch Stellbrink und Hilster zweimal ausgleichen, aber auch das Göppinger Spiel war nicht frei von Fehlern. Schulze und ein Doppelschlag von Kudlacz brachten den Leipzigerinnen beim 14:11 nun ihrerseits eine Drei-Tore-Führung. Das letzte Wort im ersten Abschnitt hatten allerdings die Gäste, Nicole Dinkel sorgte für den 14:12-Pausenstand.

Die Führung der Leipzigerinnen bröckelte im zweiten Abschnitt weiter, bereits nach etwas über drei Minuten konnte Stellbrink beim 15:15 wieder den Ausgleich besorgen. Allerdings legte Leipzig weiter vor, auch weil Katja Schülke im Leipziger Tor eine gute Leistung zeigte. Die individuelle Klasse einzelner Akteurinnen ließ den Vorsprung der Leipzigerinnen in der Folge leicht anwachsen, bis eine Viertelstunde vor Spielende hatten die Göppingerinnen beim Stand von 21:19 die Hoffnungen auf eine Sensation noch nicht aufgegeben.

Schülke vernagelte nun aber ihr Tor, sieben Minuten gelang den Gästen kein weiterer Treffer - Kudlacz, Lyksborg, wieder Kudlacz und ein Doppelschlag von Augsburg ließen den Vorsprung vorentscheidend auf 26:19 anwachsen. Auch eine Auszeit von Göppingen hatte den Schwung der Leipzigerinnen nicht ausbremsen können. Göppingen gelang zwar ein Doppelschlag, doch Leipzig ließ sich das Heft nicht mehr aus der Hand nehmen und fuhr einen am Ende ungefährdeten 30:23-Erfolg ein. Insbesondere in der Offensive wusste der Favorit aber nur bedingt und vor allem nicht durchgehend zu überzeugen.

"Die zweite Halbzeit war in Ordnung", befand HCL-Trainer Heine Jensen gegenüber der Leipziger Volkszeitung und präzisierte: "Die Mädels haben in der letzten Viertelstunde guten Willen gezeigt und standen eng zusammen." Der Göppinger Coach Aleksandar Knezevic meinte: "Das Spiel war interessant und gut. Wir haben lange gekontert, am Ende war es aber die Kraft, die fehlte. Wir haben auch am Wochenende gespielt. Da kam die Müdigkeit nach der Reise durch."