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26.09.2010 16:46 Uhr - GF World Cup - fcb

Rumänien verteidigt Titel beim GF World Cup in Aarhus

Cristina Neagu musste gleich zu Beginn ausscheiden.Cristina Neagu musste gleich zu Beginn ausscheiden.
Quelle: Katja Boll
Gleich im ersten Angriff verlor Rumänien die beste Spielerin des Turniers: Gro Hammerseng foulte Cristina Neagu, die danach nicht mehr am Endspiel teilnehmen konnte. Das Team von Radu Voina benötigte einige Minuten, um den Schock zu verdauen, nahm nach dem 5:4-Führungstreffer aber immer mehr das Heft der Spielführung in die Hand und führte im ersten Durchgang bereits mit vier Treffern, ehe nach dem 12:12-Pausenstand ein Neuaufbau nötig war, der zehn Minuten vor Abpfiff die 22:18-Führung bedeutete. Rumänien spielte in dem hochklassigen Finale seine Variabilität aus, aber auch Norwegen zeigte sein Können und hielt die Spannung aufrecht. Nach dem 22:23-Anschlusstreffer (56.) war Voinas Auszeit fällig, in einem „Finale furioso“ siegte sein Team letztlich mit 24:23.

Ada Moldovan machte ihre Sache gut.Ada Moldovan machte ihre Sache gut.
Quelle:
Eine rustikale Abwehr brachte Norwegen im Finale der diesjährigen Auflage des GF World Cup zunächst trotz Unterzahl leichte Vorteile gegenüber Rumänien. Gro Hammerseng setzte mit einem harten Einsteigen in der ersten Aktion Rumäniens wichtigste Spielerin Cristina Neagu außer Gefecht und Linn Sulland sorgte mit einem Doppelschlag für die 3:1-Führung (4.). Nach dem harten Schlag benötigte Rumänien einen Moment, um sich neu zu sortieren: Ada Moldovan sprang in die Bresche und erzielte nach fünf Minuten der 2:3-Anschlusstreffer. Getragen von ihrer Torfrau Paula Ungureanu bot sich kurz darauf die Chance zum Ausgleich, den Aurelia Bradeanu jedoch an Kari Alvik Grimsbø vergab. So blieb es zunächst bei leichten Vorteilen für die Norwegerinnen, deren Torausbeute aber nicht ausreichte, um Ardean-Eliseis 4:4-Ausgleich nach neun Minuten zu verhindern.

Rumänien agierte nun zunehmend variabel und gefällig, wobei Oana Manea am Kreis die dominante Figur dieser Phase war. Sie brachte Rumänien beim 5:4 erstmals in Front und traf auch beim 7:5 (13.), während bei Norwegen das Spiel über Kreisläuferin Marit Malm Frafjord auch im Endspiel nicht rund lief und Paula Ungureanu den Würfen aus dem Rückraum zunehmend entspannt entgegen blickte. Nach dem guten Start wies die norwegische Abwehr nun einige Lücken auf und so geriet das Team von Thorir Hergeirsson zunehmend unter Druck. Auch die Paraden von Grimsbø, darunter zwei Strafwürfe, brachten keine Ruhe ins Spiel der Norwegerinnen. So nutzte Hergeirsson das Mittel der Auszeit, um seinem Team nach 20 Minuten (5:8) Impulse zu geben.

Die Akzente setzte aber weiterhin die rumänische Abwehr, die mit ihrer Beweglichkeit weiterhin Schlussfrau Paula Ungureanu glänzen ließ. Nach 18 Minuten war schließlich das 9:5 fällig, Erst nach 21 Minuten beendete Linn Sulland Norwegens Torflaute mit dem 6:9, zugleich das Signal für einen kleinen Zwischenspurt der Norwegerinnen. Mari Molid, die seit einigen Minuten als Spielmacherin agierte, erkämpfte einen Siebenmeter, den Ida Alstad im Nachwurf unterbrachte. Die Hereinnahme von Heidi Løke zahlte sich positiv aus, obschon der Europameister den 9:9-Ausgleich vier Minuten vor der Pause zunächst verpasste. Danach verwertete allerdings die 20-jährige Sanna Solberg einen Gegenstoß. Norwegen hatte in der Abwehr wieder zusammengefunden und sich herangekämpft.

Zwei Minuten vor der Pause benötigte Radu Voina daher eine Auszeit, um zumindest noch einen kleinen Vorsprung in die Kabine zu retten. Ardean ließ danach gegen Mørk ihre ganze Routine spielen und tanzte zur neuerlichen rumänischen Führung durch die Abwehr, allerdings traf auch Løke weiterhin und so stand es zur Pause 12:12, da der Kampf um den letzten Ball zwischen Mørk und Ardean-Elisei mit der Sirene ebenfalls unentschieden endete. Danach geriet zunächst Rumänien in Vorlage, ließ aber nach acht Minuten das 17:15 am Gebälk liegen und Mari Molid packte einen starken Wurf zum erneuten Unentschieden aus. Katrine Lunde Haraldsen parierte und ermöglichte ihrem Team danach auch das 17:16, Nora Mørk holte die Führung zurück.

Immer wieder konnten beide Teams die Fans mit tollen Treffern begeistern. Dabei wurde auch die Leistung von Paula Ungureanu regelmäßig mit Applaus bedacht, die Torfrau sorgte dafür, dass die Führung wieder zu Rumänien wechselte, für die Florina Chintoan zum umjubelten 20:18 (46.) abstaubte. In Serie scheiterte Norwegen am rumänischen Tor, und Rumänien bedankte sich. Zunehmend machte Rumänien das Fehlen Cristina Neagus vergessen, als Ada Moldovan auf 22:18 erhöhte und die hellwache Abwehr zehn Minuten vor dem finalen Pfiff erneut einen Gegentreffer verhinderte. In einem Finale furioso kam Norwegen aber vier Minuten vor Schluss auf 22:23 heran und erhielt die Möglichkeit der Verlängerung trotz Ungureanus Glanzparaden bis zum Schluss aufrecht. Den rettenden Wurf für Norwegen zum 24:24 vergab jedoch Alstad und Rumänien feiert die Titelverteidigung beim GF World Cup mit den mitgereisten Fans.

ROU - NOR 24:23 (12:12)

Siegerfoto
Rumänien, Sieger beim GF World Cup 2010
Foto: Katja Boll


Torschützen
Chintoan 2, Nechita 1, Bradeanu 1, Tivadar 1, Manea 4, Moldovan 5/2, Ardean-Elisei 4/1, Gaiger 6. - Molid 4/1, Alstad 2/1, Løke 5, Johansen 3, Frafjord 1, Sulland 5/1, Solberg 1, Mørk 2.

Strafwürfe: 3/6 - 3/5
Zeitstrafen: 2 Min - 2 Min.

All Star Team:
TH - Christine Lunde Haraldsen, Norwegen
LA - Valentina Ardean-Elisei, Rumänien
RL - Cristina Neagu, Rumänien
RM - Anita Görbicz, Ungarn
RR - Camilla Dalby, Dänemark
RA - Linn-Kristin Riegelhuth, Norwegen
KL - Marit Malm Frafjord

Beste Spielerin: Cristina Neagu





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