21.09.2010 15:39 Uhr - GF World Cup - fcb

GF World Cup: Schweden dreht Auftaktspiel gegen Weltmeister Russland

Linnea Torstensson bereitete den schwedischen Siegtreffer vorLinnea Torstensson bereitete den schwedischen Siegtreffer vor
Quelle: Michael Heuberger
Einen knappen Sieg hat das Tre Kronor-Team zum Auftakt des GF World Cup am frühen Dienstagnachmittag gegen Russland eingefahren. Die Schwedinnen hatten den besseren Start, gerieten aber beim 5:6 (17.) in Rückstand und hatten aufgrund ihrer schlechten Chancenauswertung Mühe das Spiel ausgeglichen zu gestalten. Nach dem 12:12-Pausenstand kam bei der Sbornaja Torfrau Maria Sidorova zu ihrem Comeback, die allerdings nicht ganz an Inna Suslinas Leistung anschließen konnte. Trotz Zeitstafen führten die Russinnen aber kurz vor Schluss mit 23:21. In der von Nationaltrainer Trefilov beantragten Auszeit fand aber sein Gegenpart Per Johansson offenbar die besseren Worte und Linnea Torstensson bewies bei ihrem Anspiel auf Helleberg zum 25:24-Siegtreffer ihre Klasse.

Schweden hatte den etwas besseren Start und konnte Russland einige Male den Ball abspenstig machen, allerdings verhinderte die hoch konzentrierte Torfrau Inna Suslina einen frühen Rückstand der Sbornaja. Evgeny Trefilov startete mit vier Spielerinnen seiner Vereinsmannschaft, die erst am Wochenende das Champions League Qualifikationsturnier im griechischen Patras an der Südostspitze Europas gewonnen hatte. Auf schwedischer Seite haben die Spielerinnen von IK Sävehof mit dem Turnier in Skopje (Mazedonien) ebenfalls Reisestrapazen in den Knochen, Schwedens Nationaltrainer Per Johansson nominierte aber nur Isabella Gulldén und Jessica Helleberg, die zur 5:3-Führung (13.) prompt zwei Treffer beisteuerten. Nach einigen technischen Fehlern und schlechten Abschlüssen übernahm aber Russland beim 6:5 (17.) durch Levina erstmals die Führung.

Evgeny Trefilov hatte durchgewechselt und mit Olga Gorshenina, Olga Levina und Ekaterina Devydenko einen neuen, individuell starken Rückraum, Kseniya Makeeva spielte nun am Kreis und sperrte den Weg frei für Davydenkos zweiten Treffer zum 8:7 (21.). Zwei Paraden von Gabriella Kain drehten das Spiel dann: Anna-Maria Johansson steckte den Ball sehenswert zu Therese Wallter am Kreis durch und Sabina Jacobsen trug den Ball schnell nach vorne. Immer wieder versuchte Evgeny Trefilow indes, mit vorgezogenen Spielern in der Abwehr die Schwedinnen zu irritieren, zweieinhalb Minuten vor der Pause wollte er seine Ideen dann in einer Auszeit genauer darstellen. Russland führte zu diesem Zeitpunkt mit 12:11, doch das Tre Kronor-Team war aufmerksam, erkämpfte zweimal den Ball und kam immerhin zum 12:12-Pausenstand heran.

Mit Wiederanpfiff stand dann Russlands zweite Torfrau Maria Sidorova erstmals nach ihrer Schwangerschaft zwischen den Pfosten des russischen Tores, zwar war sie bei Anna-Maria Johanssons Stemmwurf zur 14:12-Führung (38.) machtlos, aber den Strafwurf von Linnea Torstensson parierte sie, kam allmählich in die Partie und erlaubte Liudmila Postnova mit einem kräftigen Wurf aus zwölf Metern die 15:14-Führung. Die Partie blieb umkämpft, noch immer gelang es keiner Mannschaft, eine beständige Führung herauszuspielen. Die Schwedinnen eilten meist, trotz einiger Überzahlsituationen, einem knappen Rückstand hinterher, der beim 18:16 (45.) wieder auf zwei Treffer anwuchs. Die 19-jährige Olga Gorshenina erzielte bereits ihren dritten Treffer.

Als Tatiana Lavrenyuk sich beim 20:17 (48.) in die Torschützenliste eintrug, schien das Pendel in doch in Richtung Russland auszuschlagen, Gorshenina war nicht zu bremsen. Trotz dieses Vorsprungs beantragte Evgeny Trefilov acht Minuten vor Abpfiff eine Auszeit, die sich neuerlich eher zugunsten Schweden auswirkte. Annika Wiel Fredén scheiterte zwar an Sidorova, aber Anna-Maria Johansson machte es beim 21:23 (55.) besser und die Schwedinnen glaubten wieder an sich. Die Körpersprache von Tre Kronor stimmte wieder, in Überzahl warf Torstensson den Ball über den Block zum Anschlusstreffer. Letztlich sollten die Nerven und das Glück die Partie entscheiden, Schweden bekam 18 Sekunden vor Schluss beim Stand von 24:24 den Ball zugesprochen und ein Traumpass von Torstensson auf Helleberg bedeutete den schwedischen Sieg, der intensiv bejubelt wurde, schließlich sind Siege gegen Russland nicht unbedingt auf der Tagesordnung.

RUS – SWE 24:25 (12 :12 )

Schweden:
Gulldén 1, Fredén 5, Wiberg 1, Helleberg 5, Wallén 2, Walter 2, Jacobsen 2, Torstensson 4, Johansson 3


Russland:
Postnova 3, Yartseva 1, Vetkova 2/1, Sen 3/2, Davydenko 3, Levina 2, Makeeva 1, Gorshenina 5, Chernoivanenko 2, Dmitrieva 1, Lavrenyuk 1.

Zeitstrafen: Wiberg, Jacobsen / Makeeva, Davydenko, Gorshenina, Vetkova, Postnova.

Spielfilm: 1:1 (5.), 4:3 (10.), 5:5 (15.), 7:8 (20.), 10:10 (25.), 12:12 (EN), 13:12 (35.), 14:15 (40.), 16:18 (45.), 19:22 (50.), 22:23 (55.), 24:25 (EN)