15.09.2010 10:50 Uhr - 1. Bundesliga - PM VfL Sindelfingen

Iris Cartarius: „Die Derby-Niederlage gegen Göppingen haut uns nicht um.“

Die 27:29-Niederlage gegen Frisch Auf Göppingen ist Geschichte, die Bundesliga-Handballerinnen des VfL Sindelfingen blicken optimistisch nach vorne. Auf Hochtouren läuft die Vorbereitung für das nächste Spiel gegen den VfL Oldenburg. „Natürlich ist die Derbyniederlage gegen Göppingen bitter, aber das ist jetzt passé. Wir bereiten uns zurzeit nur noch auf die kommende Partie gegen Oldenburg vor“, sagt Iris Cartarius, die seit dieser Spielzeit Teamkapitän in Sindelfingen ist.  

Derzeit nicht ganz fit: Iris CartariusDerzeit nicht ganz fit: Iris Cartarius
Quelle: fotoknobi
Obwohl man sich am vergangenen Wochenende einen Punktgewinn vor den Augen des heimischen Publikums gewünscht hatte, steckt die Mannschaft nicht den Kopf in den Sand. „Die Stimmung ist weiter gut bei uns. Solche Niederlagen kommen vor und hauen uns nicht um. Die Spielzeit ist lang und wir müssen die Punkte gegen den Abstieg jetzt eben woanders holen“, so die 28-Jährige. „Gerade zu Beginn der Saison ist es klar, dass man noch nicht perfekt eingespielt ist und Fehler gemacht werden. Am Wochenende standen mit Nadine Härdter, Maren Baumbach, Marielle Bohm und Marcella Deen gleich vier Neuzugänge in der Startformation.“  

Cartarius sieht den Hauptgrund für die Niederlage gegen Göppingen vor allem in der Defensivleistung, Sportmanager Dago Leukefeld hat deshalb in dieser Woche besonderes Augenmerk auf das Abwehrtraining gelegt. „Wir müssen aggressiver zu Werke gehen, das hat beim ersten Spiel gegen Blomberg-Lippe sehr gut gepasst,“ so Cartarius. Trotz der Niederlage sieht sie den Saisonstart nicht als verpatzt an: „Wir hätten uns selbstverständlich vier Punkte gewünscht, aber mit dem vierten Tabellenplatz können wir auch leben.“ Ein großes Lob gibt es von ihr für die Organisatoren des Heimspiels, „da hat sich im Vergleich zur letzten Saison einiges getan, im positiven Sinne.“  

Sportlich läuft es bislang bei der 1,78 Meter großen Rückraumspielerin in dieser Spielzeit noch nicht so wirklich rund. Eine schmerzhafte Schulterverletzung macht der Physiotherapeutin zu schaffen. „Ich spiele zurzeit etwas gehemmt und agiere sehr zögerlich. Ich hoffe, dass ich bald zu meiner alten Form finden werde.“ Bislang kommt sie in zwei Spielen auf vier Tore. Zum Vergleich: In der letzten Saison wurde sie mit 154 Treffern Torschützenkönigin des VfL Sindelfingen. „Es ist egal, wer die Tore macht. Ich möchte meinen Teil dazu beitragen, dass wir als Mannschaft erfolgreich sind.“ Als Kapitän übernimmt Iris Cartarius seit dieser Saison noch mehr Verantwortung, sie ist das Bindeglied zwischen Mannschaft und Coach Leukefeld. „Wir reden sehr viel miteinander, zum Beispiel über die Spielvorbereitung.“  

Neben den Trainingseinheiten diese Woche steht am Donnerstag der gemeinsame Teamabend mit Videoanalyse des Gegners an. Hier will man die Stärken und Schwächen der Oldenburger analysieren, die sich nach Meinung der gebürtigen Böblingerin „gut verstärkt haben“. Der Tabellendritte der Vorsaison hatte im Sommer unter anderem Lydia Jakubisova (DJK/MJC Trier) und Laura van der Heijden (VOC Amsterdam/Niederlande) verpflichtet. „Das wird ein schwieriges Spiel für uns, vor allem auswärts. Ob etwas Zählbares herausspringt, müssen wir sehen. Punkten müssen wir aber auf jeden Fall Anfang Oktober gegen Trier.“


Iris Cartarius beim offiziellen Foto-Shooting des VfL
Foto: VfL Sindelfingen