12.09.2010 17:53 Uhr - 1. Bundesliga - PM Leverkusen/red

Buxtehude dreht in Halbzeit Zwei auf: 24:15 in Leverkusen

Mit einem 29:27 über Frankfurt/Oder war Buxtehude in die Saison gestartet, in die Auswärtspartie bei Vizemeister Leverkusen ging das Team von Dirk Leun dennoch als Außenseiter. Die Gastgeberinnen führten zur Halbzeit mit 9:8, brachen im zweiten Abschnitt dann aber komplett ein, nach dem 13:15 gelangen in der Schlußviertelstunde gegen die herausragende Jana Krause lediglich zwei weitere Treffer und Buxtehude konnte so - angeführt von einer entfesselt aufspielenden Randy Bülau, die mit neun Treffern auch beste Werferin der Partie war - davonziehen. Erst in der Schlußsekunde konnte Denisa Glankovicova mit einem Strafwurf eine zweistellige Niederlage verhindern, das 15:24 dürfte aber auch so schmerzhaft genug sein.

Clara Woltering entschärft einen Wurf von Josephine TechertClara Woltering entschärft einen Wurf von Josephine Techert
Quelle: Heinz Zaunbrecher
Die Elfen taten sich von der ersten Minute an schwer Mittel gegen die stabil stehende 6:0-Deckung des BSV zu finden. Die Niedersächsinnen hatten zudem - wie bereits in der Vorwoche - in Jana Krause einen glänzenden Rückhalt zwischen ihren Pfosten. Die Nationaltorhüterin begann ihren Arbeitstag gleich mit einer Siebenmeterparade gegen Anna Loerper. Buxtehude sollte nach etwas mehr als zwei Minuten durch einen Gegenstoß von Lone Fischer der erste Treffer der Partie gelingen, die Partie verlief aber zunächst ausgeglichen. Auf der Gegenseite bot auch Clara Woltering in der ersten Halbzeit eine herausragend Leistung zwischen den Pfosten. "Wir haben in der ersten Halbzeit ein besseres Ergebnis verpasst, weil wir an einer hervorragenden Clara Woltering gescheitert sind", lobte auch Dirk Leun die Leistung der gegnerischen Torhüterin.

Woltering hielt die Gastgeberinnen mit ihren Paraden im Spiel. Etwas mehr als eine Viertelstunde war gespielt, da gelang Anna Loerper gar der erste Führungstreffer zum 6:5, doch die Partie blieb wechselhaft. Mit einem minimalen Vorsprung ging es beim Stand von 9:8 für Leverkusen in die Kabinen. Und in der Halbzeit schien Buxtehudes Trainer Dirk Leun die richtigen Worte gefunden zu haben, um die letzten elf Niederlagen in Folge gegen die Elfen aus den Köpfen seiner Spielerinnen zu verbannen.

Buxtehude schloss seine Angriffe vor allem über seine rechte Angriffsseite erfolgreich ab. Stefanie Melbeck und Isabell Klein warfen den BSV schnell zu einem 12:10 (40.) und die restliche Spielzeit sollte vor allem Spielmacherin Randy Bülau dem Spiel ihren Stempel aufdrücken. Acht ihrer neun Treffer setzte die Rückraumspielerin noch bis zum Ende der Partie und auch an den anderen Toren hatte die einstige Teamkollegin von Lyn Byl großen Anteil. "Wichtig ist, dass wir heute hier mit neun Toren gewonnen haben, es ist egal, wer von uns die Tore macht", erklärte Bülau.

Die Elfen blieben bis eine Viertelstunde vor Schluss noch auf Tuchfühlung (13:15), bissen sich aber immer mehr an der BSV-Abwehr und Jana Krause die Zähne aus. Auf der Gegenseite fand Buxtehude die richtigen Lösungen, deckte Schwachstellen im neuformierten Deckungsverbund gnadenlos auf und legte einen 9:1-Zwischenspurt zum 24:14 hin, bevor Denisa Glankovicova mit ihrem fünften Treffer in der Schlußsekunde von der Siebenmeterlinie für den Endstand sorgte. "Das war eine bittere Niederlage. Wir haben richtig schlecht gespielt", analysierte Anna Loerper und ging ins Detail: "Unsere Abwehr stand gar nicht. Dadurch konnten wir unser Tempospiel nicht aufziehen und gerade in der zweiten Halbzeit haben wir im Angriff gar nichts mehr geregelt gekriegt."