03.09.2010 12:00 Uhr - 1. Bundesliga - Matthias Braun, PM BSV, red

Buxtehude will zum Bundesliga-Auftakt punkten - FHC sieht sich nicht chancenlos

Der Countdown läuft, gut 100 Tage nach dem großen Europapokal-Triumph startet das Team Buxtehude in die Bundesliga-Saison 2010/2011. Wenn am Samstag, 4. September um 16.30 Uhr der Anpfiff zur neuen Saison fällt, ist der Challenge-Cup-Sieg des Vorjahres jedoch vergessen, es geht wieder bei Null los. Zum Auftakt empfängt der BSV den Frankfurter HC, der nahezu die gleiche Anfangsformation wie im Vorjahr aufbieten kann. Lediglich die Kreismitte wird aufgrund der Ausfälle von Arjenne Paap (Schwangerschaft) und Susann Schneider (Reha nach Schulteroperation) neu besetzt werden, zum Auftakt fehlen werden aber auch zwei Neuzugänge des FHC.

Steffi MelbeckSteffi Melbeck
Quelle: Thorsten Helmerichs
Die Aussichten auf einen Auftakterfolg stehen für die Gastgeberinnen nicht schlecht, die jüngsten Erinnerungen der Buxtehuder Handballerinnen an den Frankfurter HC sind gut. Fünf der letzten sechs Partien gewann die Mannschaft von Trainer Dirk Leun gegen den FHC. Vor allem in den wichtigen Spielen hatte Buxtehude meist die Nase vorn, wie im letzten Aufeinandertreffen beim Final Four im Mai in Riesa (23:19). Und auch das erste Heimspiel der vergangenen Saison, als der FHC zur Premiere kam, gewann der BSV mit 29:26.

Nach zwei Vorbereitungsturnieren in Altlandsberg (Platz zwei) und Allensbach (Platz drei) sowie einem 36:23 (16:12)-Erfolg im letzten Testspiel am Dienstag bei Zweitligist BVB Füchse Berlin sieht FHC-Trainer Dietmar Schmidt sein Team dennoch gut gerüstet. "Wir hatten zwar in der Vorbereitung einige Probleme, aber wie die Mannschaft sich in die Trainingsarbeit reingehangen hat, ist vorbildlich. Deshalb schaue ich optimistisch nach vorn und denke, dass wir in Buxtehude nicht chancenlos sein weden."

Sein Leistungsvermögen bewies der FHC in den Meisterschafts-Playoffs der vergangenen Saison. Nach Platz sieben in der Hauptrunde scheiterte Frankfurt im Viertelfinale denkbar knapp am späteren Vizemeister und Pokalsieger Leverkusen. Das Prunkstück des Frankfurter Spiels ist der Rückraum mit dem jugendlichen Trio Franziska Mietzner (21), Friederike Gubernatis (22) und Christine Beier (26). Vor allem die mit 1,92 Meter hoch gewachsene Rückraumlinke Franziska Mietzner bewies im vergangenen Jahr mit 188 Toren und Platz zwei in der ligaweiten Torjägerliste ihre Treffsicherheit.

Beim BSV fehlt neben der Langzeitverletzten Maxi Hayn auch Friedericke Lütz wegen einer Fersenbein-Prellung. Ob Torhüterin Debbie Klijn wegen einer Bindehautentzündung spielen kann, ist noch fraglich. "Dann wird Jana Krause 60 Minuten im Tor stehen, sie ist in Topform", sagt Trainer Dirk Leun. Buxtehude kann zudem die Neuzugänge Svenja Louwers (TSV Nord Harrislee), Stefanie Melbeck (KIF Vejen Kolding/DEN) sowie Josephine Techert (SVG Celle) aufbieten.

Die Ausfälle am Kreis machen unterdessen dem FHC zu schaffen. Die dafür extra aus Blomberg verpflichtete Janine Urbannek wird den Frankfurterinnen in den ersten beiden Partien noch nicht helfen können, da sie ebenso wie die Niederländerin Jessy Kramer nicht spielberechtigt ist. "Da gibt es noch formelle Dinge wegen der Freigabe aus Blomberg bzw. mit dem holländischen Verband zu regeln", erklärt Trainer Dietmar Schmidt gegenüber der Märkischen Oderzeitung diplomatisch einige Befindlichkeiten. Als Alternative für die Kreismitte setzt Schmidt deshalb wohl vorerst auf Nationalspielerin Mandy Hering.

Info:
Erstmals wird ein Bundesliga-Spiel des BSV live im Internet übertragen. Sendebeginn ist um 16.15 Uhr, zur Übertragung gelangt man direkt über die BSV-Website (Internet: www.bsv-live.de). Wer das Spiel verpasst hat oder einfach noch einmal reinschauen möchte, kann sich wenige Stunden nach Abpfiff die Zusammenfassung des TAGEBLATT-TV (Internet: www.tageblatt.de/bsvtv) ansehen oder das Spiel in voller Länge im freien Archiv von Live im Netz (Internet: www.hamburg.liveimnetz.de) abrufen.