30.08.2010 12:04 Uhr - 1. Bundesliga - PM Veranstalter/red

Bietigheimer „Heimsieg“ beim LOTTO-Cup in Ludwigsburg

"Das war eine gelungene Generalprobe für das kommende Wochenende mit dem Auswärtsspiel in Oldenburg beginnende Bundesligasaison", Hagen Gunzenhauser, der Trainer der Bietigheimer Handballerinnen, hatte beim LOTTO-Cup nach dem 17:9-Finalsieg gegen den Zweitligisten TV Nellingen allen Grund zur Freude. Das Endspiel war eine klare Angelegenheit für die Bietigheimerinnen, die beim zweitägigen Handball-Marathon die beste Fitness hatten und sich erstmals eine der begehrtesten Trophäen des deutschen Frauenhandballs sicherten.

Natascha SchilkNatascha Schilk
Quelle: www.HAGENpress.com
Im Finale konnte sich Bietigheim vor allem auf seine Flügelzange verlassen. Die beiden ehemaligen Nürnbergerinnen Sara Walzik (7 Tore) und Franzi Beck (3) waren die erfolgreichsten Werferinnen der Enzstädterinnen. Weiteres großes Plus des BBM-Teams. Die von Hypo Niederösterreich gekommene Torhüterin Natascha Schilk vereitelte fünf Nellinger Großchancen in Folge und sorgte so dafür, dass Bietigheim sich vorentscheidend von 7:6 auf 15:7 absetzen konnte. Bei den „Schwaben Hornets“ des TV Nellingen gefiel im Finale vor allem Marion Radonic, die vier Tore vom Kreis erzielte und daneben noch drei Strafwürfe herausholte.

"Der zweite Platz bei diesem Turnier ist in Ordnung", so Nellingens Geschäftsführer Stefan Wiech. "Ich bin froh, dass sich keine Spielerin schwer verletzt hat. Leider mussten Weibern und Metzingen hier bittere Verletzungen von wichtigen Spielerinnen hinnehmen und wir wünschen beiden Teams und vor allem den beiden Spielerinnen gute Besserung und eine schnelle Genesung." Metzingen verlor am Samstag mit Olga Savanyu, durch eine schwere Bänderverletzung, eine wichtige Spielerin, TuS Weibern erwischte es am Sonntagmorgen, als sich Torfrau Lissi Herbst im Spiel gegen den Erstligisten schwer am Knie verletzte.

Schweizer Meister verpatzt Champions League-Generalprobe

Insgesamt hatten sich 20 Mannschaften aus vier Ländern am 19. LOTTO-Cup des SV Ludwigsburg-Oßweil beteiligt. Erstmals ging das Turnier über zwei Tage – eine Änderung, die bei den Teilnehmern sehr große Zustimmung fand. Neben Bietigheim als Vertreter der deutschen Eliteliga waren unter anderem auch noch sechs weitere Erstligisten aus der Schweiz, Österreich und den Niederlanden am Start – und staunten nicht schlecht über das Niveau der deutschen Mannschaften. „Zwischen den deutschen Mannschaften und den Spitzenteams aus Holland ist schon noch ein deutlicher Unterschied“, meinte Joke Lekkerkerk vom Ehrendivisionsvertreter Van der Voort Quintus nach der Vorrunde in der sich kein einziger der sechs internationalen Erstligisten für die Endrunde qualifizieren konnte.

Peter Stutz, der Manager des Schweizer Meisters LK Zug war mit der Absicht angereist, den LOTTO-Cup als erstes ausländisches Team zu gewinnen. Seine Mannschaft spielte da aber nicht mit. In der Vorrunde blieben die Schweizerinnen gar sieglos. „Mit dieser Leistung werden wir beim Champions League-Qualifikationsturnier am nächsten Wochenende in Schweden keine Chance haben“, meinte Stutz, der dann bei der Runde um die Plätze 17 bis 20 des LOTTO-Cups aber noch zwei Siege seines Teams erleben durfte.

Sieben Bundesligisten und Drittligist Neunkirchen in der Finalrunde

In der Finalrunde der acht besten Mannschaften standen neben den späteren Finalisten Bietigheim und Nellingen mit Weibern, Zwickau, Albstadt, Mainzlar und Metzingen noch vier Zweitligisten sowie der überraschend starke TuS Neunkirchen als bester Drittligist. In diesem erlesenen Feld blieben die Saarländerinnen dann aber sieglos und mussten in ihrer Gruppe hinter Nellingen , Albstadt und Mainzlar mit Platz 4 zufrieden sein. In der zweiten Endrundengruppe setzte sich Bietigheim vor Zwickau, Weibern und Metzingen durch. Die folgenden Halbfinalspiele wurden eine klare Angelegenheit für Nellingen (16:10 gegen Zwickau) und Bietigheim (18:10 gegen Albstadt).

Ketsch gewinnt B-Finale gegen Großbottwar

Zwischen sechs und acht Spiele bestritten die Mannschaften an den beiden LOTTO-Cup-Tagen. Zu den Teams, die acht Mal ran durften, zählten auch die Drittligisten TSG Ketsch und die junge Formation des TV Großbottwar. Die Ketscher „Bären“, zwei Mal schon selbst LOTTO-Cup-Sieger und die „Störche“ vom TV Großbottwar waren die beiden besten Teams der B-Endrunde in der die Plätze 9 bis 16 ausgespielt wurden. Nach einem spannenden Finale mit mehrfach wechselnder Führung hatte Ketsch am Ende mit 21:18 die Nase vorn und feierten diesen Erfolg wie den echten Turniersieg beim LOTTO-Cup.

Die Vorrunden-Ergebnisse des Lotto-Cups (externer Link)

Die Endrunden-Ergebnisse des Lotto-Cups (externer Link)