Sonntag · 22.04.2012 · 13:20 Uhr · PM SG BBM Bietigheim / red
Giegerich hält Punkte für Bietigheim in Wolfsburg fest
An Spannung und Dramatik war der Auftritt der SG BBM-Frauen bei den
Hurricanes des VfL Wolfsburg wahrlich nicht zu überbieten. Phasenweise
lagen die Enztälerinnen mit fünf Tore hinten, am Ende siegte Bietigheim dank
eines unbändigen Kampfgeists und einer überragenden Ann-Cathrin
Giegerich im Tor. Jetzt ist das Hungerecker-Team heiß auf das Derby gegen
den TV Metzingen am kommenden Freitag.
„Wahnsinn“, das war das erste, was Bietigheims Trainer Christian Hungerecker nach dem 32:31-Sieg seiner Mannschaft beim VfL Wolfsburg sagen konnte. „Die beiden Punkte haben wir uns heute redlich erkämpft!“ Mit dieser Aussage traf der SG-Coach den Nagel auf den Kopf. Seine Mannschaft hatte an diesem Abend einen unbändigen Kampfgeist an den Tag gelegt und die Partie vor 60 Zuschauern in der Wolfsburger Berufsschulhalle mehrfach gedreht.
Scheinbar steckte den Enztälerinnen zu Beginn der Partie die lange Busfahrt in den Autostadt in den Knochen. Die Hurricanes vom VfL Wolfsburg beherrschten die Anfangsphase und lagen nach zwölf Minuten mit 8:3 in Front. Hungerecker reagierte und stellte seine Rückraumformation um. Doch die Einwechslung von Barbara Bagócsi und Helena Frank sollte nicht sofort fruchten, bis zum 10:5 konnten die Niedersächsinnen den Vorsprung halten.
In der 15. Minute dann eine Schrecksekunde für die SG BBM: Nach einem Konter verletzte sich Youngster Sanja Vlahovic an Knie und konnte nicht mehr weitermachen. Wie schwer die Verletzung der 18-jährigen ist, werden Untersuchungen im Bietigheimer Krankenhaus in den nächsten Tagen zeigen. Durch dieses Schreckerlebnis ging ein erster Ruck durch die Mannschaft der SG BBM, bis auf 12:9 kamen die Enztälerinnen in der 18. Minute heran. Die Initialzündung, und vielleicht Spiel entscheidende Situation, dann aber eine Minute später: Bei einem Siebenmeter für Wolfsburg entschied die Bietigheimer Bank Ann- Cathrin Giegerich im Tor zu bringen. Sie hielt den Siebenmeter und sollte in der Folgezeit zur Match-Winnerin der SG BBM Bietigheim werden. Insgesamt vier (!!!) Siebenmeter parierte die Juniorinnen-Nationaltorhüterin und hielt außerdem unzählige freie Würfe der Wolfsburgerinnen.
Diese Aktion sorgte für einen Ruck in der Bietigheimer Mannschaft, die nun mit der gewohnten Aggressivität zu Werke ging und belohnt wurde. In der 23. Minute konnte die SG BBM erstmals zum 13:13 ausgleichen und kurz drauf mit 14:13 in Führung gehen. Diese Führung blieb bis zum Seitenwechsel bestehen, den Schlusspunkt setzte Linda Mack mit dem 16:15 zum Halbzeitpfiff. Allerdings hätte die Mannschaft zu diesem Zeitpunkt auch höher führen können. Immer wieder scheiterten die Bietigheimerinnen in der Schlussphase des ersten Abschnitts an der Wolfsburger Defensive. „Man hat den Wolfsburgerinnen angemerkt, dass sie nicht zu verlieren hatten,“ beschrieben Sportdirektor Gerit Winnen das Spiel der Hurricanes. „Die Hurricanes haben wirklich gekämpft wie Wölfinnen.“
Nach dem Seitenwechsel war es die SG, die den besseren Start hatte, beim 17:15 und 18:16 lag man erstmals mit zwei Toren in Front, doch Wolfsburg steckte auch im zweiten Abschnitt nicht auf und gab alles, um sich würdevoll aus der Liga zu verabschieden. Kurios war Barbara Bagócsis Treffer zum 19:18 für die SG BBM: Mit der von ihr bekannten Wucht beförderte die junge Ungarin den Ball ins Wolfsburger Netz, das der Gewalt von Bagócsis Schuss scheinbar nicht gewachsen war. Erst nachdem sie den Unparteiischen das von ihr verursachte Loch im Tornetz zeigen konnte, wurde der Treffer gegeben.
In der Folgezeit waren es aber wieder die Hausherrinnen des VfL Wolfsburg die in Front gingen, Bietigheim zeigte nun ein riesiges Kämpferherz und legte stets nach. Mit 26:24 in der 46. Minute lagen die Hurricanes allerdings erstmals wieder mit zwei Toren in Front. Nun schlugen die Minuten der Ann-Cathrin Giegerich im Bietigheimer Tor, die unter anderem innerhalb einer Minute zwei Siebenmeter parierte und ihre Mannschaft damit zurück auf die Siegerstraße führte.
Schließlich konnte Julia Behnke beim 28:28 in der 56. Minute den Bietigheimer Ausgleich erzielen. In der Schlussphase war es das ungarische Trio im Dienste der SG BBM Bietigheim, das den Auswärtssieg in der Autostadt klarmachte. Brecska, Bagócsi und zweimal Hegyi waren die Torschützinnen für die Enztälerinnen, die am Ende einen 32:31-Sieg in Wolfsburg erkämpften. Entsprechend groß war die Freude bei der Mannschaft und den mitgereisten Schlachtbummlern.
Nun ist alles angerichtet für den großen „Show-Down“ am kommenden Freitag in der Sporthalle am Viadukt. Die SG BBM Bietigheim erwartet zum Nachholspiel den Spitzenreiter vom TuS Metzingen in der eigenen Halle. Durch die Niederlage des TV Nellingen in Bensheim sind die Vorzeichen für dieses Derby klar: Metzingen kann mit einem Sieg die Meisterschaft klarmachen, Bietigheim erstmals in dieser Saison auf einen Aufstiegsplatz klettern.
„Wahnsinn“, das war das erste, was Bietigheims Trainer Christian Hungerecker nach dem 32:31-Sieg seiner Mannschaft beim VfL Wolfsburg sagen konnte. „Die beiden Punkte haben wir uns heute redlich erkämpft!“ Mit dieser Aussage traf der SG-Coach den Nagel auf den Kopf. Seine Mannschaft hatte an diesem Abend einen unbändigen Kampfgeist an den Tag gelegt und die Partie vor 60 Zuschauern in der Wolfsburger Berufsschulhalle mehrfach gedreht.
Scheinbar steckte den Enztälerinnen zu Beginn der Partie die lange Busfahrt in den Autostadt in den Knochen. Die Hurricanes vom VfL Wolfsburg beherrschten die Anfangsphase und lagen nach zwölf Minuten mit 8:3 in Front. Hungerecker reagierte und stellte seine Rückraumformation um. Doch die Einwechslung von Barbara Bagócsi und Helena Frank sollte nicht sofort fruchten, bis zum 10:5 konnten die Niedersächsinnen den Vorsprung halten.
In der 15. Minute dann eine Schrecksekunde für die SG BBM: Nach einem Konter verletzte sich Youngster Sanja Vlahovic an Knie und konnte nicht mehr weitermachen. Wie schwer die Verletzung der 18-jährigen ist, werden Untersuchungen im Bietigheimer Krankenhaus in den nächsten Tagen zeigen. Durch dieses Schreckerlebnis ging ein erster Ruck durch die Mannschaft der SG BBM, bis auf 12:9 kamen die Enztälerinnen in der 18. Minute heran. Die Initialzündung, und vielleicht Spiel entscheidende Situation, dann aber eine Minute später: Bei einem Siebenmeter für Wolfsburg entschied die Bietigheimer Bank Ann- Cathrin Giegerich im Tor zu bringen. Sie hielt den Siebenmeter und sollte in der Folgezeit zur Match-Winnerin der SG BBM Bietigheim werden. Insgesamt vier (!!!) Siebenmeter parierte die Juniorinnen-Nationaltorhüterin und hielt außerdem unzählige freie Würfe der Wolfsburgerinnen.
Diese Aktion sorgte für einen Ruck in der Bietigheimer Mannschaft, die nun mit der gewohnten Aggressivität zu Werke ging und belohnt wurde. In der 23. Minute konnte die SG BBM erstmals zum 13:13 ausgleichen und kurz drauf mit 14:13 in Führung gehen. Diese Führung blieb bis zum Seitenwechsel bestehen, den Schlusspunkt setzte Linda Mack mit dem 16:15 zum Halbzeitpfiff. Allerdings hätte die Mannschaft zu diesem Zeitpunkt auch höher führen können. Immer wieder scheiterten die Bietigheimerinnen in der Schlussphase des ersten Abschnitts an der Wolfsburger Defensive. „Man hat den Wolfsburgerinnen angemerkt, dass sie nicht zu verlieren hatten,“ beschrieben Sportdirektor Gerit Winnen das Spiel der Hurricanes. „Die Hurricanes haben wirklich gekämpft wie Wölfinnen.“
Nach dem Seitenwechsel war es die SG, die den besseren Start hatte, beim 17:15 und 18:16 lag man erstmals mit zwei Toren in Front, doch Wolfsburg steckte auch im zweiten Abschnitt nicht auf und gab alles, um sich würdevoll aus der Liga zu verabschieden. Kurios war Barbara Bagócsis Treffer zum 19:18 für die SG BBM: Mit der von ihr bekannten Wucht beförderte die junge Ungarin den Ball ins Wolfsburger Netz, das der Gewalt von Bagócsis Schuss scheinbar nicht gewachsen war. Erst nachdem sie den Unparteiischen das von ihr verursachte Loch im Tornetz zeigen konnte, wurde der Treffer gegeben.
In der Folgezeit waren es aber wieder die Hausherrinnen des VfL Wolfsburg die in Front gingen, Bietigheim zeigte nun ein riesiges Kämpferherz und legte stets nach. Mit 26:24 in der 46. Minute lagen die Hurricanes allerdings erstmals wieder mit zwei Toren in Front. Nun schlugen die Minuten der Ann-Cathrin Giegerich im Bietigheimer Tor, die unter anderem innerhalb einer Minute zwei Siebenmeter parierte und ihre Mannschaft damit zurück auf die Siegerstraße führte.
Schließlich konnte Julia Behnke beim 28:28 in der 56. Minute den Bietigheimer Ausgleich erzielen. In der Schlussphase war es das ungarische Trio im Dienste der SG BBM Bietigheim, das den Auswärtssieg in der Autostadt klarmachte. Brecska, Bagócsi und zweimal Hegyi waren die Torschützinnen für die Enztälerinnen, die am Ende einen 32:31-Sieg in Wolfsburg erkämpften. Entsprechend groß war die Freude bei der Mannschaft und den mitgereisten Schlachtbummlern.
Nun ist alles angerichtet für den großen „Show-Down“ am kommenden Freitag in der Sporthalle am Viadukt. Die SG BBM Bietigheim erwartet zum Nachholspiel den Spitzenreiter vom TuS Metzingen in der eigenen Halle. Durch die Niederlage des TV Nellingen in Bensheim sind die Vorzeichen für dieses Derby klar: Metzingen kann mit einem Sieg die Meisterschaft klarmachen, Bietigheim erstmals in dieser Saison auf einen Aufstiegsplatz klettern.