Montag · 20.02.2012 · 11:26 Uhr · red
HBF kompakt: Celle mit erstem Punkt, Leverkusen und Leipzig mit bitteren Auswärtspleiten
Die Vorjahresfinalisten Thüringer HC und Buxtehuder SV führen wieder die Spitze an, dahinter hat sich der VfL Oldenburg mittlerweile als dritte Kraft einsortiert. Die beiden einstigen Dauerrivalen um den Titel, Leipzig und Leverkusen, haben hingegen vorerst den Anschluss verloren. In die obere Tabellenhälfte zurückgekehrt ist an diesem Wochenende der FHC Frankfurt/Oder und am Tabellenende konnte der SVG Celle durch den ersten Zähler in dieser Spielzeit die Trierer Miezen unter Druck setzen.
Bayer Leverkusen musste die erste Auswärtsniederlage in dieser Saison hinnehmen. Die Elfen bissen sich von Anfang an dem konsequent agierenden Deckungsverbund der Thüringerinnen die Zähne aus. Als sich die ehemalige Welthandballerin Nadine Krause beim Stand von 6:12 (23.) die Mittelhand brach, war die Partie schon fast entschieden, am Ende unterlag der Rekordmeister klar mit 29:37 (9:15). „Wir haben aus unserer Sicht eine der schlechtesten Leistungen gebracht. So kann man gegen den Thüringer HC nicht bestehen. Der THC hat mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung Gefahr von allen Positionen ausgestrahlt und somit verdient gewonnen“, musste Leverkusens Trainerin Renate Wolf hinterher einräumen. „Die erste Halbzeit war der Handball, wie ich ihn wünsche. Wenn man vom Deckungsverband so gut mitschiebt und dann eine herausragende Maike März dahinter hat, dann hat man es leicht zu den einfachen Toren kommen“, erklärte THC-Trainer Herbert Müller.
Der HC Leipzig befindet sich in einer handfesten Krise. Nachdem man unter der Woche bereits von Buxtehuder SV zeitweise vorgeführt wurde und am Ende noch ein schmeichelhaftes 18:23 (5:9) zu Buche stehen hatte, war man auch beim Frankfurter HC chancenlos und musste sich mit 20:30 (11:15) geschlagen geben. „Wir haben mit unseren verschiedenen Abwehrsystemen dem HCL Probleme bereitet und konnten auf die starke Leistung von Melanie Herrmann im Tor aufbauen. Die Mannschaft hat trotz des frustrierenden Ausscheidens im Europapokal unter der Woche sehr gut trainiert und das heute auch positiv umgesetzt“, so FHC-Trainer Dietmar Schmidt. „„Wir haben heute wirklich alles probiert, aber es gibt einfach Tage an denen gar nichts läuft. Und wenn dazu wie heute geschehen noch eine schlechte Chancenverwertung kommt, dann geht diese Niederlage leider auch in dieser Höhe in Ordnung“, musste HCL-Trainer Stefan Madsen einräumen.
Leipzig, wie auch Leverkusen, verlor im Rennen um eine gute Ausgangsposition für die Playoffs somit wichtigen Boden. Buchstäblich in letzter Sekunde konnte Spielmacherin Randy Bülau den 31:30-Auswärtserfolg für den Buxtehuder SV bei der HSG Blomberg-Lippe sichern, den Trainer Dirk Leun als „sehr sehr glücklichen Erfolg“ bezeichnete. Für den Coach, der im Vorjahr die Niedersächsinnen sowohl ins Endspiel um die Meisterschaft wie auch um den Pokal führte, war es „ein emotionales und rassiges Spiel mit Fehlern auf beiden Seiten. Mit Glück und Cleverness haben wir hier gewonnen.“ Auf der anderen Seite wurde gehadert: „Die Niederlage haben wir nicht verdient“, war Blombergs Trainer André Fuhr tieftraurig, der weiterhin auf seine Stammkraft Michaela Hofmann verzichten musste. „Ich kann niemandem einen Vorwurf machen. Unsere Abwehr war gut, wir haben da erneut in den Formationen variiert. Auch vorn war unser Spiel besser. Der Rückraum mit Xenia Smits, Kim Berndt und Karen Knutsdottir war deutlich torgefährlicher. Das war auf jeden Fall ein Fortschritt - auch wenn es uns schwerfällt, uns darüber zu freuen“, so Fuhr.
Dritte Kraft im deutschen Frauenhandball ist derzeit der VfL Oldenburg, der jedoch in Trier beinahe gestolpert wäre und erst in den letzten Minuten den 32:30-Auswärtserfolg sicherstellen konnte. Vor allem in der Defensive stand der VfL im ersten Durchgang neben sich, lag zwischenzeitlich mit fünf Toren zurück und nahm ein 17:20 in die Pause. Im zweiten Durchgang konnte dann dank einer Abwehrumstellung erst in der 48. Minute (24:24) erstmals nach der 14. Minute wieder der Spielstand ausgeglichen werden. „Wir haben schon letztes Jahr hier durch schlechte Einstellung einen Sieg verpasst. Wenn man als Favorit in einer Halbzeit 20 Tore kassiert und grauenhaften Handball zeigt, ist das schlimm. Das war schrecklich, was wir gemacht haben. Zum Glück nehmen wir die Punkte mit nach Hause“, so Oldenburgs Trainer Leszek Krowicki. „Oldenburg hat bisher natürlich immer sehr stark gespielt, aber bei mir überwiegt heute trotzdem die Enttäuschung darüber, nichts Zählbares herausgeholt zu haben. Sicher gibt es Vieles, was mir gefallen hat. Wir haben aber einfach in der Überzahl kurz vor Schluss nicht das gezeigt, was in dieser Phase nötig und entscheidend gewesen wäre“, so Dago Leukefeld.
Für die Miezen im Kampf um den Klassenerhalt war die knappe Niederlage besonders bitter, denn Schlusslicht SVG Celle hatte bereits am Samstag mit einem 25:25-Unentschieden gegen die HSG Bad Wildungen Vipers den ersten Zähler in dieser Saison geholt. Für die Nordhessinnen, bei denen Stammkraft Cristina Mihai nach einer Operation am Syndesmoseband in dieser Saison nicht mehr zum Einsatz kommt, reichte dieser Zähler, um rechnerisch den Klassenerhalt sicherzustellen, da sich Celle und Trier noch am vorletzten Spieltag gegenüberstehen. Doch die Vipers müssen im Kampf um den letzten Platz für die Play-offs im Schlüsselspiel gegen Frisch Auf Göppingen am kommenden Wochenende auf Sabine Heusdens verzichten, die aufgrund einer unsportlichen Geste eine Disqualifikation mit Bericht und somit eine Sperre erhielt. „So etwas gehört sich nicht. Das habe ich auch nach dem Abpfiff meiner Mannschaft gesagt“, zeigte die Niederländerin nach der Partie umgehend Reue.
Bayer Leverkusen musste die erste Auswärtsniederlage in dieser Saison hinnehmen. Die Elfen bissen sich von Anfang an dem konsequent agierenden Deckungsverbund der Thüringerinnen die Zähne aus. Als sich die ehemalige Welthandballerin Nadine Krause beim Stand von 6:12 (23.) die Mittelhand brach, war die Partie schon fast entschieden, am Ende unterlag der Rekordmeister klar mit 29:37 (9:15). „Wir haben aus unserer Sicht eine der schlechtesten Leistungen gebracht. So kann man gegen den Thüringer HC nicht bestehen. Der THC hat mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung Gefahr von allen Positionen ausgestrahlt und somit verdient gewonnen“, musste Leverkusens Trainerin Renate Wolf hinterher einräumen. „Die erste Halbzeit war der Handball, wie ich ihn wünsche. Wenn man vom Deckungsverband so gut mitschiebt und dann eine herausragende Maike März dahinter hat, dann hat man es leicht zu den einfachen Toren kommen“, erklärte THC-Trainer Herbert Müller.
Der HC Leipzig befindet sich in einer handfesten Krise. Nachdem man unter der Woche bereits von Buxtehuder SV zeitweise vorgeführt wurde und am Ende noch ein schmeichelhaftes 18:23 (5:9) zu Buche stehen hatte, war man auch beim Frankfurter HC chancenlos und musste sich mit 20:30 (11:15) geschlagen geben. „Wir haben mit unseren verschiedenen Abwehrsystemen dem HCL Probleme bereitet und konnten auf die starke Leistung von Melanie Herrmann im Tor aufbauen. Die Mannschaft hat trotz des frustrierenden Ausscheidens im Europapokal unter der Woche sehr gut trainiert und das heute auch positiv umgesetzt“, so FHC-Trainer Dietmar Schmidt. „„Wir haben heute wirklich alles probiert, aber es gibt einfach Tage an denen gar nichts läuft. Und wenn dazu wie heute geschehen noch eine schlechte Chancenverwertung kommt, dann geht diese Niederlage leider auch in dieser Höhe in Ordnung“, musste HCL-Trainer Stefan Madsen einräumen.
Leipzig, wie auch Leverkusen, verlor im Rennen um eine gute Ausgangsposition für die Playoffs somit wichtigen Boden. Buchstäblich in letzter Sekunde konnte Spielmacherin Randy Bülau den 31:30-Auswärtserfolg für den Buxtehuder SV bei der HSG Blomberg-Lippe sichern, den Trainer Dirk Leun als „sehr sehr glücklichen Erfolg“ bezeichnete. Für den Coach, der im Vorjahr die Niedersächsinnen sowohl ins Endspiel um die Meisterschaft wie auch um den Pokal führte, war es „ein emotionales und rassiges Spiel mit Fehlern auf beiden Seiten. Mit Glück und Cleverness haben wir hier gewonnen.“ Auf der anderen Seite wurde gehadert: „Die Niederlage haben wir nicht verdient“, war Blombergs Trainer André Fuhr tieftraurig, der weiterhin auf seine Stammkraft Michaela Hofmann verzichten musste. „Ich kann niemandem einen Vorwurf machen. Unsere Abwehr war gut, wir haben da erneut in den Formationen variiert. Auch vorn war unser Spiel besser. Der Rückraum mit Xenia Smits, Kim Berndt und Karen Knutsdottir war deutlich torgefährlicher. Das war auf jeden Fall ein Fortschritt - auch wenn es uns schwerfällt, uns darüber zu freuen“, so Fuhr.
Dritte Kraft im deutschen Frauenhandball ist derzeit der VfL Oldenburg, der jedoch in Trier beinahe gestolpert wäre und erst in den letzten Minuten den 32:30-Auswärtserfolg sicherstellen konnte. Vor allem in der Defensive stand der VfL im ersten Durchgang neben sich, lag zwischenzeitlich mit fünf Toren zurück und nahm ein 17:20 in die Pause. Im zweiten Durchgang konnte dann dank einer Abwehrumstellung erst in der 48. Minute (24:24) erstmals nach der 14. Minute wieder der Spielstand ausgeglichen werden. „Wir haben schon letztes Jahr hier durch schlechte Einstellung einen Sieg verpasst. Wenn man als Favorit in einer Halbzeit 20 Tore kassiert und grauenhaften Handball zeigt, ist das schlimm. Das war schrecklich, was wir gemacht haben. Zum Glück nehmen wir die Punkte mit nach Hause“, so Oldenburgs Trainer Leszek Krowicki. „Oldenburg hat bisher natürlich immer sehr stark gespielt, aber bei mir überwiegt heute trotzdem die Enttäuschung darüber, nichts Zählbares herausgeholt zu haben. Sicher gibt es Vieles, was mir gefallen hat. Wir haben aber einfach in der Überzahl kurz vor Schluss nicht das gezeigt, was in dieser Phase nötig und entscheidend gewesen wäre“, so Dago Leukefeld.
Für die Miezen im Kampf um den Klassenerhalt war die knappe Niederlage besonders bitter, denn Schlusslicht SVG Celle hatte bereits am Samstag mit einem 25:25-Unentschieden gegen die HSG Bad Wildungen Vipers den ersten Zähler in dieser Saison geholt. Für die Nordhessinnen, bei denen Stammkraft Cristina Mihai nach einer Operation am Syndesmoseband in dieser Saison nicht mehr zum Einsatz kommt, reichte dieser Zähler, um rechnerisch den Klassenerhalt sicherzustellen, da sich Celle und Trier noch am vorletzten Spieltag gegenüberstehen. Doch die Vipers müssen im Kampf um den letzten Platz für die Play-offs im Schlüsselspiel gegen Frisch Auf Göppingen am kommenden Wochenende auf Sabine Heusdens verzichten, die aufgrund einer unsportlichen Geste eine Disqualifikation mit Bericht und somit eine Sperre erhielt. „So etwas gehört sich nicht. Das habe ich auch nach dem Abpfiff meiner Mannschaft gesagt“, zeigte die Niederländerin nach der Partie umgehend Reue.
