Dienstag · 07.08.2012 · 16:41 Uhr · Christian Ciemalla
Spanien ringt Kroatien in intensiver Begegnung nieder
Eine intensive und von der ersten Minute an umkämpfte Partie lieferten sich Spanien und Kroatien im Viertelfinale. In den letzten zehn Minuten sollte sich das Pendel dann zu Gunsten der Spanierinnen neigen, die sich immer wieder zweite Wurfchancen erarbeiteten, weil sie sich bei Abprallern und freien Bällen hellwach zeigten. Kroatien gab sich nie auf, traf durch die siebte Feldspielerin, doch Spanien hielt dem Druck am Ende stand und jubelte nach dem 25:22 über den verdienten Einzug ins Halbfinale. Für Kroatien bedeutet die Niederlage unterdessen das Aus.
Der Turnierverlauf beider Teams war ähnlich, beide hatten ihre Auftaktpartie verloren. Kroatien hatte der Niederlage gegen Brasilien dann Siege gegen Angola, Russland, Montenegro und Großbritannien folgen lassen, Spanien hatte nach der Auftaktpleite gegen Korea und dem Unentschieden gegen Frankreich Erfolge gegen Dänemark, Schweden und Norwegen errungen. Entsprechend selbstbewusst gingen beide Mannschaften in das Duell um den Halbfinaleinzug, das von der ersten Minute an intensiv aber nie unfair geführt wurde.
Den besseren Start erwischte dabei zunächst Spanien, das 2:0 war allerdings ebenso schnell ausgeglichen, wie es entstanden war. Kroatien tat sich allerdings von der ersten Minute an schwer gegen die aufmerksame spanische Deckung, diese agierte offensiv und schränkte so die Kreise der kroatischen Rückraumspielern um Andrea Penezic erfolgreich ein. Immer wieder wurde der Spielfluß erfolgreich gestört, bevor es überhaupt zu einer Wurfmöglichkeit kam. Aber auch Kroatien verteidigte gut, verschob beweglich udn trat aus der 5:1-Deckung ebenfalls immer wieder früh heraus, wenn es drohte gefährlich zu werden.
Unter den Augen von Slavko Goluza, Ivano Balic und fast des kompletten kroatischen Herrenteams übernahm Kroatien beim 4:3 durch Miranda Tatari erstmals die Führung, beim 6:4 von Sonja Basic stand in der zwölften Minute sogar ein Zwei-Tore-Abstand zu Buche. Geprägt war die Begegnung bereits in dieser frühen Phase von zahlreichen Zweikämpfen, auf beiden Seiten wurde immer wieder die mit aller Vehemenz die Lücke gesucht. Vor allem Spanien griff immer wieder zu diesem Mittel und holte so auch einige Zeitstrafen heraus. Eine davon nutzten die Ibererinnen um durch Macarena Aguilar Diaz und Marta Mangue Gonzales wieder die Führung zu übernehmen.
Absetzen konnte sich in der abwechslungsreichen und von beiden Seiten mit viel Aufwand betriebenen Begegnung aber keines der beiden Teams. Penezic brachte ihre Farben kurz vor dem Seitenwechsel sogar wieder in Vorlage, doch Jessica Alonso Bernardo und Beatriz Fernandez Ibanez ließen die Führung wieder zurück zu den Spanierinnen wechseln, Penezic saß zu diesem Zeitpunkt eine Zeitstrafe ab. Kroatien bot sich noch die Chance auf den Ausgleich, doch die in der zwanzigsten Minuten eingewechselte Navarro im spanischen Tor konnte dies verhindern - sie wehrte unter anderem einen letzten Gegenstoß von Zebic in spektakulärer Art und Weise ab.
Im zweiten Abschnitt ließ keines der beiden Teams nach, jede Aktion wurde mit vollem Einsatz betrieben. Mit wechselnden Führungen ging es dabei zunächst Kopf an Kopf bis in die vierzigste Minute. Horvat hatte Kroatien wieder in Front geworfen, doch Spanien antwortete dann mit einem kleinen Lauf von vier Treffern in Folge. In das Spiel der Kroatinnen hatten sich einige Fehler und überhastete Aktionen eingeschlochen und so konnte Elisabeth Pinedo Saenz eine Viertelstunde vor Spielende auf 19:16 erhöhren. Die erste Drei-Tore-Führung der Partie sollte aber nicht lange Bestand haben: Ein sehenswerter Rückhandwurf von Lovric brachte drei Minuten später bereits wieder den Anschluss.
Doch der Druck der Spanierinnen wurde größer, weiterhin ging das Team von Jorge Duenas entschlossen auf jede sich bietende Lücke. Zudem setzten die Iberinnen ihre Außen wesentlich besser ein, und diese glänzten mit einer guten Wurfeffektivität. Wie Elisabeth Pinedo Saenz, die den Abstand beim 21:18 wieder auf drei Tore ausbaute. Kroatien kämpfte um den Anschluss, musste in dieser entscheidenden Phase aber auch noch auf Penezic verzichten, die auf der Bank am Fuß behandelt wurde. Zum spielentscheidenden Faktor wurde aber vor allem, dass sich die Spanierinnen immer wieder freie Bälle sicherten. Wie Cuadrado, die erst mit ihrem Strafwurf scheiterte und dann aber den Nachwurf zum 23:20 nutzte oder Beatriz Fernandez Ibanez, die erst den Pfosten traf und dann wenige Sekunden später doch zum 24:20 einnetzte.
Kroatien versuchte es mit einer 4:2-Deckung, eroberte den Ball, doch in der Offensive fehlte nun die Entschlossenheit. Der Ball wurde hin- und hergeschoben, die Sekunden verrannen und am Ende war Jovetic zu einem Wurf aus ungünstiger Situation gezwungen, den Navarro abwehren konnte. Eine Auszeit von Duenas verhinderte die Vorentscheidung, die Grüne Karte lag bereits, als Alonso zu einem sehenswerten Dreher ansetzte, der dann nicht gewertet wurde. Der nächste Angriff brachte keinen Erfolg, bei Kroatien kam mit Jelcic die siebte Feldspielerin, die auch zum 24:22 traf. Doch die letzte Minute war längst angebrochen und auch eine offene Manndeckung brachte nicht mehr die Wende. Spanien setzte durch Begona Molinos Fernandez den Schlusspunkt zum 25:22, jubelte und sorgte für Tränen bei Kroatien.
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Der Turnierverlauf beider Teams war ähnlich, beide hatten ihre Auftaktpartie verloren. Kroatien hatte der Niederlage gegen Brasilien dann Siege gegen Angola, Russland, Montenegro und Großbritannien folgen lassen, Spanien hatte nach der Auftaktpleite gegen Korea und dem Unentschieden gegen Frankreich Erfolge gegen Dänemark, Schweden und Norwegen errungen. Entsprechend selbstbewusst gingen beide Mannschaften in das Duell um den Halbfinaleinzug, das von der ersten Minute an intensiv aber nie unfair geführt wurde.
Den besseren Start erwischte dabei zunächst Spanien, das 2:0 war allerdings ebenso schnell ausgeglichen, wie es entstanden war. Kroatien tat sich allerdings von der ersten Minute an schwer gegen die aufmerksame spanische Deckung, diese agierte offensiv und schränkte so die Kreise der kroatischen Rückraumspielern um Andrea Penezic erfolgreich ein. Immer wieder wurde der Spielfluß erfolgreich gestört, bevor es überhaupt zu einer Wurfmöglichkeit kam. Aber auch Kroatien verteidigte gut, verschob beweglich udn trat aus der 5:1-Deckung ebenfalls immer wieder früh heraus, wenn es drohte gefährlich zu werden.
Unter den Augen von Slavko Goluza, Ivano Balic und fast des kompletten kroatischen Herrenteams übernahm Kroatien beim 4:3 durch Miranda Tatari erstmals die Führung, beim 6:4 von Sonja Basic stand in der zwölften Minute sogar ein Zwei-Tore-Abstand zu Buche. Geprägt war die Begegnung bereits in dieser frühen Phase von zahlreichen Zweikämpfen, auf beiden Seiten wurde immer wieder die mit aller Vehemenz die Lücke gesucht. Vor allem Spanien griff immer wieder zu diesem Mittel und holte so auch einige Zeitstrafen heraus. Eine davon nutzten die Ibererinnen um durch Macarena Aguilar Diaz und Marta Mangue Gonzales wieder die Führung zu übernehmen.
Absetzen konnte sich in der abwechslungsreichen und von beiden Seiten mit viel Aufwand betriebenen Begegnung aber keines der beiden Teams. Penezic brachte ihre Farben kurz vor dem Seitenwechsel sogar wieder in Vorlage, doch Jessica Alonso Bernardo und Beatriz Fernandez Ibanez ließen die Führung wieder zurück zu den Spanierinnen wechseln, Penezic saß zu diesem Zeitpunkt eine Zeitstrafe ab. Kroatien bot sich noch die Chance auf den Ausgleich, doch die in der zwanzigsten Minuten eingewechselte Navarro im spanischen Tor konnte dies verhindern - sie wehrte unter anderem einen letzten Gegenstoß von Zebic in spektakulärer Art und Weise ab.
Im zweiten Abschnitt ließ keines der beiden Teams nach, jede Aktion wurde mit vollem Einsatz betrieben. Mit wechselnden Führungen ging es dabei zunächst Kopf an Kopf bis in die vierzigste Minute. Horvat hatte Kroatien wieder in Front geworfen, doch Spanien antwortete dann mit einem kleinen Lauf von vier Treffern in Folge. In das Spiel der Kroatinnen hatten sich einige Fehler und überhastete Aktionen eingeschlochen und so konnte Elisabeth Pinedo Saenz eine Viertelstunde vor Spielende auf 19:16 erhöhren. Die erste Drei-Tore-Führung der Partie sollte aber nicht lange Bestand haben: Ein sehenswerter Rückhandwurf von Lovric brachte drei Minuten später bereits wieder den Anschluss.
Doch der Druck der Spanierinnen wurde größer, weiterhin ging das Team von Jorge Duenas entschlossen auf jede sich bietende Lücke. Zudem setzten die Iberinnen ihre Außen wesentlich besser ein, und diese glänzten mit einer guten Wurfeffektivität. Wie Elisabeth Pinedo Saenz, die den Abstand beim 21:18 wieder auf drei Tore ausbaute. Kroatien kämpfte um den Anschluss, musste in dieser entscheidenden Phase aber auch noch auf Penezic verzichten, die auf der Bank am Fuß behandelt wurde. Zum spielentscheidenden Faktor wurde aber vor allem, dass sich die Spanierinnen immer wieder freie Bälle sicherten. Wie Cuadrado, die erst mit ihrem Strafwurf scheiterte und dann aber den Nachwurf zum 23:20 nutzte oder Beatriz Fernandez Ibanez, die erst den Pfosten traf und dann wenige Sekunden später doch zum 24:20 einnetzte.
Kroatien versuchte es mit einer 4:2-Deckung, eroberte den Ball, doch in der Offensive fehlte nun die Entschlossenheit. Der Ball wurde hin- und hergeschoben, die Sekunden verrannen und am Ende war Jovetic zu einem Wurf aus ungünstiger Situation gezwungen, den Navarro abwehren konnte. Eine Auszeit von Duenas verhinderte die Vorentscheidung, die Grüne Karte lag bereits, als Alonso zu einem sehenswerten Dreher ansetzte, der dann nicht gewertet wurde. Der nächste Angriff brachte keinen Erfolg, bei Kroatien kam mit Jelcic die siebte Feldspielerin, die auch zum 24:22 traf. Doch die letzte Minute war längst angebrochen und auch eine offene Manndeckung brachte nicht mehr die Wende. Spanien setzte durch Begona Molinos Fernandez den Schlusspunkt zum 25:22, jubelte und sorgte für Tränen bei Kroatien.
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