Samstag · 21.04.2012 · 19:36 Uhr · chs

Buxtehude mit hart erkämpften Sieg in Göppingen


Antreiberin auf dem Parkett: Stefanie Melbeck
Foto: Heinz Zaunbrecher
Der Buxtehuder SV hat sein Viertelfinal-Hinspiel erfolgreich bestritten, hatte aber beim 28:24 (13:10) in Göppingen durchaus viel Mühe. Angeführt von einer über sechzig Minuten unermüdlich kämpfenden Stefanie Melbeck (7) erkämpfte sich der Vizemeister eine gute Ausgangsposition. Bei den Hausherrinnen traf Spielmacherin Maike Daniels (6/1) am häufigsten.

Die Frisch Auf Frauen hatten etwas Mühe in die Partie zu finden. Kreisläuferin Diane Lamein und Rückraumspielerin Josephine Techert mit einem Doppelschlag sollten die Gäste schnell mit 3:0 in Führung werfen. Doch gegen ihren ehemaligen Klub wusste sich vor allem FAG-Keeperin Jasmina Jankovic auszuzeichnen. Die Hausherrinnen kämpften sich in die Partie, glichen gar zum 3:3 (9.), doch Buxtehude sollte immer wieder vorlegen.

Rund Göppingens Trainer Aleksandar Knezevic musste sich immer neue taktische Varianten einfallen lassen und nutzte auch früh schon die volle Breite seiner Bank. Dirk Leun hingegen hatte bis kurz vor dem Seitenwechsel auf seine Stammformation vertraut. Lediglich Jana Stapelfeldt sorgte in den Schlussminuten für etwas Entlasung für die bereits mit zwei Zeitstrafen belastete Randy Bülau.

Bis zum 8:9 war es ein Duell auf Augenhöhe, Jana Krauses Strafwurfparade gegen Birute Stellbrink sollte aber ein entscheidender Nackenschlag für die Hausherrinnen sein, die beim 8:12 (29.) erstmals mit vier Toren hinten. Göppingen kämpfte, konnte vor allem über das Zusammenspiel zwischen Rückraum und Kreis viel Gefahr ausstrahlen und ging mit einem 10:13-Rückstand in die Pause.

Der Hauptrundensiebte vertraute im zweiten Durchgang auf Julia Schulz zwischen den Pfosten, offensiv wusste vor allem Maike Daniels immer wieder gut Akzente zu setzen. Buxtehude schien die Partie im Griff zu haben, verlor dann jedoch den Faden. Innerhalb von drei Minuten konnten sich die Hausherrinnen vom 13:17 zum 17:17-Ausgleich (38.) herankämpfen und zwangen Dirk Leun zur Auszeit.

Doch die durchaus mögliche Führung blieb den Württembergerinnen auch diesmal verwehrt. Die Abwehrreihen sollten die mit hoher Intensität geführte Partie dominieren. Immer wieder sah es danach aus, als ob die Gäste unter Kontrolle bekommen sollten. So auch als Daniels einen Strafwurf vergab und anschließend Lütz auf 17:20 (45.) erhöhte. Doch Göppingen gab sich nicht geschlagen und blieb immer in Schlagdistanz.

Es war auch durchaus nicht nur kämpferisch, sondern auch spielerisch zeitweise ein Leckerbissen. Maike Daniels erzielte so mit einer starken Finte das 22:24, mit einem Kempator sollte Katja Langkeit nach Pass von Jana Stapelfeldt dann den Schlusspunkt zum 24:28 setzen. "Göppingen deckt ziemlich hart und wir mussten ziemlich viel einstecken", so Katja Langkeit. "Es ist jetzt erst Halbzeit", gab sich Jasmina Jankovic kämpferisch und versprach "mit Volldampf nach Buxtehude zu fahren."