Samstag · 21.04.2012 · 11:07 Uhr · PM Bayer Leverkusen

"In der Summe fast zufrieden" - Renate Wolf blickt auf Play-offs und Final4 voraus


Renate Wolf
Foto: Heinz J. Zaunbrecher
Im Sommer steht in Leverkusen eine große Zäsur an, Renate Wolf wird die Aufgabe an der Seitenlinie an Heike Ahlgrimm übergeben und sich auf die Aufgaben abseits des Parketts konzentrieren. Zuvor aber will Wolf das sechzehnte Trainerjahr bei Bayer erfolgreich abschließen, in den Viertelfinals der Play-offs wartet am Wochenende der VfL Oldenburg und auch beim Pokal in der kommenden Woche in Göppingen sind die Westdeutschen vertreten.

Die Elfen haben die Hauptrunde auf dem fünften Platz beendet. Wie zufrieden sind Sie mit dem bisherigen Saisonverlauf?

Renate Wolf:
Wir haben darüber hinaus das Final 4 erreicht und standen im Viertelfinale des Europapokal-Wettbewerbs. In Summe bin ich daher fast zufrieden.

Sie hören nach sechzehn Jahren an der Seitenlinie auf. Wieso?

Renate Wolf:
Ich bin seit meinem 17. Lebensjahr ununterbrochen entweder als Spielerin oder Trainerin in der Bundesliga aktiv. Sechzehn Jahre an der Seitenlinie noch dazu bei einem Verein - ich denke es ist einfach an der Zeit, dass ich mich hier neu ausrichte.

In den Play-offs geht es nun gegen den VfL Oldenburg. Wie sehen Sie die Chancen auf den Halbfinaleinzug?

Renate Wolf:
Wir haben unser Heimspiel gegen Oldenburg souverän gewonnen. Beim Auswärtsspiel hatten wir einen Blackout in der zweiten Halbzeit. Oldenburg spielt eine sehr gute konstante Saison. Ich sehe daher Oldenburg leicht im Vorteil, aber mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung können wir weiterkommen. 

Auf den Play-off-Gegner könnte man beim Final 4 erneut treffen. Mit welchen Erwartungen gehen Sie in ihr letztes Final 4 als Trainerin?

Renate Wolf:
Dieses Jahr ist das Final 4 sehr gut besetzt. Vier Topmannschaften stehen im Halbfinale. Da wird die Tagesform der Teams entscheiden. 

Es wird Ihr insgesamt achtes Final 4, das sechste als Trainerin. Welche Ereignisse sind am meisten in Erinnerung geblieben?

Renate Wolf:
Das kann ich so nicht sagen. Der erste Pokalgewinn als Trainerin in Riesa war schon was Besonderes. Allerdings war 2010 mit einer alles dominierenden Heike Ahlgrimm, die ja jetzt meine Trainernachfolge antritt, auch sehr sehr schön.

Göppingen als Spielort der Endrunde ist aber auch für Sie noch einmal etwas Neues.

Renate Wolf:
Ja klar. Göppingen vor allem die Region ist eine Handballhochburg. Die Hölle Süd hat ein ganz besonderes Flair und von daher freue ich mich auf dieses Event.

Im Halbfinale geht es gegen den Buxtehuder SV. Sind die Elfen als Tabellenfünfter in dieser Saison nur Außenseiter?

Renate Wolf:
Favorist ist in dieser Begegnung der Buxtehuder SV. Allerdings werden wir alles geben und versuchen ins Finale zu kommen.

Vielen Dank für das Gespräch.