Mittwoch · 25.01.2012 · 23:17 Uhr · mak und PM Leverkusen

Trier unterliegt Leverkusen erst am Ende


Aufmerksam in der Deckung: Kim Naidzinavicius
Foto: Heinz Zaunbrecher
Katarina Vojcic (16/7) und Laura Steinbach /12/4) drückten dem Duell zwischen der DJK/MJC Trier und Bayer Leverkusen den Stempel auf. Am Ende setzte sich Steinbach mit ihrem Team durch, hatte aber gegen die abstiegsgefährdeten Triererinnen mehr Mühe als erwartet. Nachdem Trier weite Strecken der Partie vorne gelegen hatte, gelang den Gastgeberinnen letztmals beim 24:24 der Ausgleich, ehe den Miezen die Luft ausging. Leverkusen hatte letzten Endes mehr Alternativen und setzte sich im Schlussspurt noch deutlich ab, die letzten zwölf Minuten gingen mit 8:2 an das Werksteam.

„Wir haben erst in den letzten zehn Minuten das gespielt, was wir uns vorgenommen hatten“, erklärte Trainerin Renate Wolf nach dem 32:26-Erfolg über die DJK/MJC Trier und befand: „Wichtig sind am Ende natürlich die zwei Punkte.“

„Meine Spielerinnen haben die Aufgabe zu leicht genommen. Trier hat sich gut präsentiert und um jeden Zentimeter Hallenboden gekämpft“, befand Wolf auf die Anfangsphase, in der die Moselstädterinnen sich eine 2:0-Führung erspielten und auch im weiteren Spielverlauf vorlegten. Ganze neun Minuten dauerte es, bis Denisa Glankovicova mit ihrem Tor zum 4:3 den ersten Treffer aus dem gebundenen Spiel erzielen sollte. Davon hatten Steinbach per Siebenmeter und Zapf im Gegenstoß die Elfen in Schlagdistanz gehalten.

Es gelang aber nicht die Kontrolle über die Partie an sich zu reißen. Vorne agierte man teilweise überhastet oder scheiterte an Triers Keeperin Sladjana Djeric, hinten stand man oftmals zu passiv, was vor allem die routinierte Katarina Vojcic ausnutzte. Renate Wolf nahm die ersten Wechsel durch, was aber auch nur bedingt half. Kaum hatte man sich zum Ausgleich herangekämpft, da zogen die Miezen auch wieder auf zwei Tore davon und entsprechend wurden mit einem Zwei-Tore-Rückstand (15:13) die Seiten gewechselt.

Was gut funktionierte, war das Über- und Unterzahlspiel. Vojcic wurde den Trierer Zeitstrafen mittels Sonderbewachung von Franziska Garcia erfolgreich aus dem Spiel genommen, doch auch die Führung, die sich mit Toren von Krause, Franziska Garcia und Steinbach beim 18:20 (36.) erarbeiteten, sollte Triers Moral brechen. Trier kämpfte sich prompt mit drei Toren zurück und ging mit einer kleinen Führung in die Schlussviertelstunde.

Doch der Akku der Hausherrinnen näherte sich dem Ende, während die Elfen noch zulegen konnten. Immer wieder wurde nun aufmerksam in der Deckung agiert und es ergaben sich nun die Balleroberungen, mit denen die Elfen über schnelle Gegenstöße nun endlich ein größeres Polster sich erarbeiten konnten. Auch eine Auszeit konnte den Lauf der Elfen nicht stoppen. Mit 8:2 entschieden die Bayer-Handballerinnen die letzten zehn Minuten für sich und konnten so zwei weitere Punkte im Kampf um die Meisterschafts-Playoffs holen.